Im Paderborner Museum für Stadtgeschichte
Führung und Vortrag
Zu der Themenführung "Vom Pfaffenfeindtaler zum Euro" lädt das Kulturamt der Stadt Paderborn am Sonntag, 17. März, um 15 Uhr in das Museum für Stadtgeschichte ein. Der Eintritt zu dieser Führung ist frei. Das Paderborner Land ist reich an münzgeschichtlicher Überlieferung. Der bisher älteste Fund ist eine keltische Münze aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.. Münzfunde andere Völker weisen auf rege Verkehrsbeziehungen im Paderborner Land hin. Bis um 1600 war in Westfalen nur die Münzherstellung durch Handbetriebe bekannt. Erst ab 1600 ersetzten allmählich mechanische Werkzeuge, wie die "Spindelpresse", die handwekliche Münzprägung. Anhand der hervorragenden Münzsammlung des Altertumsvereins Paderborn, wird die Münzgeschichte von ihren Anfängen bis zur heutigen Währung, dem Euro, innerhalb der Paderborner Stadtentwicklung deutlich vor Augen geführt. Innerhalb der "Paderborner Stadtgespräche" kommt am Dienstag, 19. März, 19.30 Uhr, Mechthild Niggemeier mit einem Lichtbildvortrag zu dem Thema "Erinnerungen an das alte Paderborn und seine Überleben am Kriegsende 1945" in das Paderborner Museum für Stadtgeschichte im Adam+Eva Haus. Eintrittskarten sind zum Preis von drei Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse im Museum für Stadtgeschichte, Hathumarstraße 7 bis 9, in Paderborn (Tel.: 0525788-1350) erhältlich. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule(VHS) Paderborn erinnert die Referentin an die Schicksalsmonate im Frühjahr 1945. Paderborn war erst in den letzten Kriegsmonaten schweren Luftangriffen ausgesetzt. Besonders der letzte, vom 17. März 1945, zerstörte die Altstadt zu rund 85 Prozent. Seine historischen Bauten waren damit unwiederbringlich vernichtet. Als Symbol des Untergangs galt die "brennende Fackel" des Domturmes, der wie die gesamte Kathedrale in Trümmern lag. Anhand von Bildern zeigt Mechthild Niggemeier die Kostbarkeiten der Paderborner Bauwerke vor und nach ihrer Zerstörung und schildert eigene Erinnerungen und Erlebnisse von Zeitzeugen.