Sportgebäude wird saniert und erweitert
Sportler legen selbst Hand an: SV Blau-Weiss Benhausen erspart der Stadt 60.000 Euro
25 Jahre ist das Sportgebäude des SV Benhausen inzwischen alt. Der Verein hat sich in diesem Vierteljahrhundert erheblich weiterentwickelt, während das Bauwerk in die Jahre gekommen ist. Burkhard Wilmes, erster Vorsitzender des Sportvereins Blau-Weiss Benhausen: „Das Sportgebäude muss dringend saniert werden, auch das vorhandene Raumprogramm entspricht den zeitgemäßen Anforderungen und Vorstellungen eines modernen Sportvereins einfach nicht mehr.“ Auch wenn die gesamte Sportanlage in Benhausen städtisch ist, fühlen sich die „Benser“ Sportler als Hauptnutzer für die Anlage mit verantwortlich. Sie haben gemeinsam mit der Stadt Paderborn ein Sanierungs- und Erweiterungskonzept erstellt. Ortsvorsteher und Architekt Franz Driller: „Wir wollten die Baumaßnahme in eigener Zuständigkeit und auf eigene Kosten durchführen, die Stadt sollte sich daran finanziell beteiligen.“ Da die Erweiterung und die Sanierung des Sportgebäudes dringend erforderlich ist, waren sich Sportverein und die Stadt Paderborn, vertreten durch Bürgermeister Heinz Paus und Sportdezernent Josef Rensing, schnell einig. Der Sportverein erweitert und saniert jetzt das Sportgebäude auf städtischem Grund und Boden. Für die Sanierung des bestehenden Gebäudes inklusive der Sanitär- und Heizungsanlagen, sind 303.000 Mark veranschlagt, dazu kommen 81.000 Mark für die Erweiterung des Sportgebäudes. Franz Driller: „Unser Sportverein übernimmt die Planung und Durchführung des gesamten Bauvorhabens auf eigene Rechnung und eigene Kosten. Dazu zählen alle wirtschaftlichen und technischen Leistungen im vereinbarten Umfang bis zur schlüsselfertigen Fertigstellung und Übergabe des Sportgebäudes.“ Blau-Weiss-Vorsitzender Burkhard Wilmes: „Wir haben uns verpflichtet, Bar- und Sachspenden sowie Selbsthilfeleistungen in Höhe von 120.000 Mark zu erbringen.“ Damit verringert sich der städtische Zuschuss auf 222.000 Mark. Stellvertretender Sportsamtsleiter Willy Steffens: „Das Baukonzept ist gemeinsam von Stadt und Blau-Weiss Benhausen erarbeitet worden, Abweichungen sind nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung möglich.“ Sollte der Sportverein die eine oder andere Eigenleistung nicht erbringen können, geht das nicht zu Lasten der Stadt. Burkhard Wilmes: „Für diesen Fall haben wir uns verpflichtet, eine andere Finanzierung nachzuweisen und auch sicherzustellen. Eine Bürgschaftsübernahme bzw. eine Nachfinanzierung der Stadt, gleich welcher Art, ist vertraglich ausgeschlossen.“ Die Einweihung des „neuen“ Sportgebäudes in Benhausen soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr erfolgen. Dass dieser Zeitplan eingehalten wird, dafür sorgt Erhard Wutschke. Er hat für Blau-Weiss Benhausen die Bauleitung übernommen, ist ständig vor Ort und Garant dafür, dass es zu keinem Stillstand auf der Baustelle kommt.