Gewalt- und Suchtprävention des städtischen Jugendamtes
Künftige Lehrer erhielten Einblick
Jonny ist fast zwei Meter groß. Er hat Muskeln zum Fürchten. Wenn er einem entgegen kommt, sollte man ausweichen. Oder? Jonny gibt es nicht. Er ist die Figur eines Rollenspiels, das Bernd Jerrentrup in seinen Vorträgen immer wieder bemüht. Obgleich es Jonny fiktiv ist, sind solche Situationen immer wieder an der Tagesordnung, weiß der Sozialarbeiter vom Jugendamt der Stadt. Der für Gewalt- und Drogenprävention zuständige Experte legte jetzt seine Erfahrungen vor künftigen Lehrern am Studienseminar für das Lehramt für die Sekundarstufe I am Paderborner Fürstenweg dar. Er berichtete realitätsnah und anschaulich über seine Arbeit in den Schulen. Dabei zeigte er Möglichkeiten, aber auch Grenzen seines Wirkens auf. Bernd Jerrentrup: „In vielen Gesprächen und Veranstaltungen in den Schulen habe ich immer wieder erfahren, wie groß das Interesse sowohl bei Lehrer als auch bei Schülern an diesem Thema ist.“ Das Jugendamt der Stadt Paderborn bietet als eine der wenigen Einrichtungen landesweit dieses spezielle Präventionsangebot an. Ein randvoller Terminkalender von Bernd Jerrentrup spricht dafür, dass für Gewalt- und Suchtprävention und insbesondere Hilfsangebote ein großer Bedarf besteht. Auch bei seiner jüngsten Veranstaltung im Studienseminar stieß der Sozialarbeiter auf großes Interesse. Detlef Strauß, Leiter des Studienseminars für das Lehramt für die Sekundarstufe I, sieht in dieser Veranstaltung große Bedeutung für den späteren Berufsalltag der Lehrerinnen und Lehrer. Detlef Strauß: „Wir wollen die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter darauf aufmerksam machen, dass beim Kampf gegen Gewalt- und Drogenmissbrauch der Kontakt zu außerschulischen Institutionen gesucht werden kann und entsprechende Netzwerke zum Jugendamt und zur Polizei aufgebaut werden sollten.“