Über die Osterfeiertage
Museen und Galerien am Ostermontag geöffnet
Die städtischen Galerien und Museen bleiben am Karfreitag geschlossen. Sie sind dafür am Ostermontag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das teilt die Stadt Paderborn mit. Außerdem sind am Karsamstag, 30. März, die Zentralbibliothek am Rothoborn, die Kinder- und die Computerbibliothek in der Rathauspassage sowie die Schlossbibliothek in Schloß Neuhaus geschlossen. Auch die Geschäftsstelle der Städtischen Musikschule Paderborn hat während der Osterferien geänderte Öffnungszeiten. Sie ist nur montags bis freitags jeweils von 8 bis 12.30 Uhr erreichbar. Wer zu Ostern einen Bummel durch die Museen und Galerien plant, auf den wartet ein interessantes und anspruchsvolles Ausstellungsprogramm. So kann im Museum für Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus noch bis zum 5. Mai die Exposition mit Werken von Willy Lucas besucht werden. Präsentiert wird eine kleine Auswahl aus der Willy-Lucas-Sammlung der Stadt Paderborn. Die Künstler schildert in seinen Bildern erlebte Wirklichkeit der Natur. Er verstand es, einem landschaftlichen Charakter in kurzer und klarer Fassung sein besonderes Wesen zu entlocken. In den Jahren 1906 bis 1914 entstanden in nur kurzer Zeit über 600 Gemälde. Im Museum für Stadtgeschichte läuft außerdem noch bis zum 31. Mai eine Fotoaktion unter dem Titel „Frühling in Paderborn …!“. Gesucht werden dabei fotografische Frühlingsimpressionen aus Paderborn. Mitmachen kann hier jeder. Weitere Informationen dazu sind im Museum für Stadtgeschichte unter der Telefonnummer 05251/88-1350 erhältlich. Die Baugeschichte der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Schloß Neuhaus steht im Mittelpunkt der ständigen Ausstellung im Schloß-Remter. Hier wird ein Überblick über die verschiedenen Bauphasen des Schlosses vom 14. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gegeben. Aktuelle Funde aus Ausgrabungen werden neben der Entwicklung des heutigen Paderborner Stadtteils Schloß Neuhaus von der Steinzeit bis in die Gegenwart im Historischen Museum im Marstall in Paderborn-Schloß Neuhaus gezeigt. Außerdem ist hier auch noch bis zum 7. April die Sonderausstellung „Herman the German – Ein Denkmal in der Karikatur“ zu sehen. Aus Anlass des 125. Geburtstages des Hermannsdenkmals wurde ein internationaler Karikaturenwettbewerb ausgelobt, an dem sich rund 70 Karikaturisten aus 55 Ländern mit über 2.000 Arbeiten beteiligt hatten. Diese Ausstellung zeigt die 80 besten Arbeiten. Zoologische, botanische und geologische Aspekte der heimischen Landschaftsräume sind die Schwerpunkte im Naturkundemuseum im Marstall. In der Ausstellung gibt es viele Gelegenheiten, selbst aktiv zu werden. Hinter Klappen verborgene Informationen oder Exponate laden ebenso zu eigenem Entdecken ein Miskroskope, Lupen und Ferngläser. Mehrere lebende Tiere können beispielsweise in Tümpeln beobachtet werden. Noch bis zum 15. Mai sind Illustrationen und Karikaturen von Théophile Alexandre Steinlen in der Städtischen Galerie in der Reithalle zu sehen. Der Zeichner für das Pariser Volk, wie er auch genannte wurde, ist einer der größten Illustratoren des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Seine Kunst erweist ihn als Zeitgenossen von Zille, Toulouse-Lautrec und anderen Künstlern jener Jahre, die sich im Bewusstsein und in der Verantwortung für soziale Probleme der Darstellung der einfachen Menschen und ihres Alltags gewidmet haben. Neben den Plakatentwürfen, den Liedillustrationen, den Radierungen, Lithographien und seinen Buchillustrationen, die er in großer Zahl gestaltet hat, hat Steinlen für mehr als 30 Magazine gearbeitet. Zwei Ausstellungen bietet die Städtische Galerie Am Abdinghof. Noch bis zum 7. April ist unter dem Titel „Seeing Things“ eine Exposition mit Fotoarbeiten von Christopher Muller zu sehen. Der 1966 geborene, in London aufgewachsene und in Düsseldorf lebende Künstler setzt mit seinen Bildern die Traditionen des Stilllebens fort. Im Graphischen Kabinett der Einrichtung läuft bis zum 26. Mai eine Ausstellung unter dem Titel „Atmen, Fühlen, Leiden, Lieben“. Dabei wird eine Auswahl von eindrucksvollen, hochrangigen Holzschnitten und Lithographien zahlreicher expressionistischer Künstler gezeigt. Die graphischen Blätter geben Aufschluss über die expressionistische Wirklichkeitserfahrung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.