Naturkundemuseum
Die Meisen sind da
Es ist geschafft! Im Neuhäuser Naturkundemuseum sind die ersten Jungmeisen aus den neun Eiern im Beobachtungs-Nistkasten geschlüpft. Das Geschehen im Nistkasten, der außen am Gebäude befestigt ist, wird mit Hilfe einer eingebauten Kamera life auf einen Bildschirm ins „Publikumslabor“ im Obergeschoss des Museums übertragen. In der nächsten Zeit werden die Meiseneltern alle Schnäbel voll zu tun haben, um die hungrigen Jungtiere satt zu bekommen. Täglich müssen sie mindestens 600, oft über 1000 Raupen und andere Insekten für ihre Kinderschar herbeischaffen. Voraussichtlich werden die Jungen am Pfingstwochenende flügge sein und den Nistkasten dann verlassen. In den Aquarien des Museums kann zurzeit außerdem auch das Heranwachsen ganz anderer Tiere beobachtet werden. Vor allem wimmelt es hier jetzt von Kaulquappen, die sich allmählich zu kleinen Fröschen und Kröten umwandeln werden. Seit zwei Wochen ist auch der Beobachtungsbienenstock im „Publikumslabor“ wieder mit einem Bienenvolk besetzt. Der Vorsitzende des Imkervereins Schloß Neuhaus, Karl Bosawe, hat dem Museum diese fleißigen Blütenbestäuber - wie schon die ganzen letzten Jahre – wieder zur Verfügung gestellt. Durch eine Glasscheibe lässt sich das rege Treiben im Nestinneren gut verfolgen. Es wird reichlich Pollen und Nektar eingetragen. Die Königin legt unermüdlich Eier und die daraus schlüpfenden Larven werden von den Arbeiterinnen fürsorglich umsorgt, so dass immer wieder neue Arbeiterinnen entstehen. "Ein Besuch des Naturkundemuseums lohnt sich wegen dieser reichhaltigen Beobachtungsmöglichkeiten daher zurzeit besonders", weiß Dr. Klaus Wollmann, Leiter des Neuhäuser Naturkundemuseums. Auch die Sonderausstellung „Blütenökologie“, die bis zum 14. Juli zu sehen ist, sollte man sich nicht entgehen lassen. Kinder und Jugendliche können die interessante Ausstellung über die Vielfalt der Blüten und ihrer Bestäuber wieder mit Hilfe eines kostenlosen Rallyebogens erkunden.