Gemeinsame Stellungnahme zur Mitte-Deutschland-Verbindung

Paderborner Initiative für Fortschritte auf der Schiene

Gemeinsames Handeln verschafft Gehör und bereitet den Weg für Fortschritte. Getreu diesem Motto legten jetzt auf Initiative der Stadt Paderborn die Städte Bielefeld, Hamm, Kassel, Lippstadt, Soest, Warburg und Altenbeken eine gemeinsame Stellungnahme zum Gesamtkonzept für die Mitte-Deutschland-Verbindung vor. Dieses Konzept war von der Länderarbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Sachsen erarbeitet worden. Die Stellungnahme der Städte ist an die zuständigen Minister der jeweiligen Landesregierungen geschickt worden. Darin begrüßen die Städte das innovative Gesamtkonzept für die Mitte-Deutschland-Verbindung „Dieses Gesamtkonzept entspricht der zentralen Forderung unserer Resolution vom Dezember des letzten Jahres, dass der Schienenverkehr zwischen Düsseldorf und Erfurt verbessert werden muss und die Strecke Dortmund-Kassel-Erfurt-Dresden weiter ausgebaut werden soll“, so Bürgermeister Heinz Paus, der die Initiative für die Stellungnahme ergriffen hatte. Das Gesamtkonzept für die Mitte-Deutschland-Verbindung sieht vor, die heutigen Leistungen der „IR-Linie 20“ mit Nahverkehrsleistungen zu einem Zugangebot zu kombinieren. Das heißt, vom derzeitigen Zwei-Stunden-Takt auf der Strecke soll zum Ein-Stunden-Takt übergegangen werden. Dieses Konzept soll in zwei Zeitstufen umgesetzt werden. Die Städte stimmen dem grundsätzlich zu. Sie fordern jedoch, kürzere Reisezeiten als sie der heute verkehrende Inter-Regio erreicht. Außerdem sollen nach dem Willen der Städte auf der Strecke moderne Fahrzeuge eingesetzt und innovative Lösungen zur Sicherung des Weiterbetriebs durch kundenfreundlichere Angebote gefunden werden. Weiterhin stimmen die Städte dem im Gesamtkonzept formulierten Ziel des Stundentaktes im Fernverkehr auf dieser Strecke zu. Sie fordern hierbei jedoch, dass die Reisenden umsteigefrei nach Kassel-Wilhelmshöhe gelangen können. Die vier Bundesländer und die Deutsche Bahn AG werden aufgefordert, sich verbindlich auf ein Angebotskonzept festzulegen, das grundsätzlich demjenigen der Länderarbeitsgruppe entspricht. Ihre jeweiligen Anteile des integrierten Nah- und Fernverkehrsangebots sollen entsprechend bestellt werden. Die Städte fordern den Einsatz von modernen Neigezügen und die Beibehaltung der heutigen Inter-Regio-Halte auf der Hauptachse Düsseldorf-Erfurt. Außerdem sehen sie auf der Strecke Dortmund-Paderborn-Kassel ein zurzeit nicht ausgeschöpftes Fahrgastpotential. Sie weisen darauf hin, dass viele Bahnbenutzer aus Ostwestfalen erst in Kassel-Wilhelmshöhe die ICE-Linien nach Süden besteigen. Bürgermeister Heinz Paus: „Wir sind uns einig, dass auf der gesamten Mitte-Deutschland-Verbindung eine hohe Qualität zu schaffen ist.“ So wird in der Stellungnahme ein weiterer Infrastrukturausbau auf der Strecke Dortmund-Paderborn sowie zwischen Altenbeken bis kurz vor Kassel gefordert, wonach Neigezüge Tempo 200 km/h fahren können. Hierzu sind noch vorhandene höhengleiche Bahnübergänge zu beseitigen, heißt es in der Stellungnahme. Zur Umsetzung wird eine nachhaltige Unterstützung aller Beteiligten erwartet. Außerdem, so abschließend in der Stellungnahme, müssen die Zubringerverbindungen zur Mitte-Deutschland-Verbindung in ihren Anschlüssen, insbesondere in Ostwestfalen, beispielsweise Paderborn und Altenbeken, aufeinander abgestimmt werden. Die Sennestrecke muss hierzu ausgebaut werden, so die Forderung der Städte.