Mittwoch, 15. Mai 19.30 Uhr in der Paderhalle

Haydns "Schöpfung vom Hammerflügel aus dirigiert

Die Konzertsaison der Nordwestdeutschen Philharmonie findet traditionell im Mai mit einem Chorkonzert in der Paderhalle ihren Abschluss. Auf dem Programm steht in diesem Jahr Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“. Das Konzert beginnt am Mittwoch, 15. Mai um 19.30 Uhr. Um 18.45 Uhr wird Bruno Bechthold in das Konzert einführen. Es singt wie immer der Chor des Städtischen Musikvereins Paderborn, die Gesamtleitung hat wieder der Dirigent des Städtischen Musikvereins, Matthias Hellmons. Wie schon bei einigen Konzerten in der Vergangenheit sind auch die zwei anderen von ihm geleiteten Chöre aus Oelde und Ostbevern mit von der Partie. Auch die Solisten sind bewährte Kräfte: Leonore von Falkenhausen, Sopran, sang vor Jahresfrist in den „Carmina burana“, Wolfgang Tiemann, Tenor, war während des Festivals Musica sacra zu hören und Lars Woldt, Bass, sang zuletzt im November im Verdi-Requiem. Aber nicht alles ist wie immer. Es wurden nämlich keine Kosten und Mühen gescheut und für den Continuo-Part ein Hammerflügel geliehen. Das war zu Haydns Zeiten eine moderne Errungenschaft und ersetzte das Cembalo, das heute auch aus praktischen Gründen dennoch meist üblicherweise für die Continuo-Aufgaben in der „Schöpfung“ herangezogen wird. „Ich habe an meinem Geburtstag von der Möglichkeit der Nutzung eines Hammerflügels, einer originalgetreuen Kopie eines historischen Instruments aus Haydns Zeiten, erfahren. Das war für mich das schönste Geburtstagsgeschenk.“ sagt Matthias Hellmons. Folgerichtig lässt er es sich nicht nehmen, das Instrument selbst zu spielen und vom Continuo-Instrument aus das Konzert zu leiten. Auch damit lässt er eine historische Tradition wieder aufleben. Kein zweites Werk hat den Namen Joseph Haydns (1732 - 1809) so in die Welt getragen wie seine "Schöpfung"; kein anderes bringt den inneren Reichtum des Meisters, die Größe seiner Kunst so voll und lebendig zum Ausdruck wie dieses Oratorium. Für Haydns Unsterblichkeit hätten seine Sinfonien und Quartette genügt, ohne die "Schöpfung" aber würden wir den ganzen Umfang seiner Begabung nicht erfahren haben. Berühmt geworden sind vor allem die vielen lautmalerischen Naturschilderungen und die prächtigen Chöre.