Paderborner Stadtwald zweifach zertifiziert
Schon immer den Standards entsprochen
Jetzt ist es amtlich: der Paderborner Stadtwald ist nicht nur ein ideales Erholungsgebiet, sondern er wird auch umweltgerecht, sozialverträglich und nachhaltig bewirtschaftet. Das bestätigten externe Gutachter dem Paderborner Amt für Umweltschutz und Grünflächen. So konnten Bürgermeister Heinz Paus und Stadtförsterin Christina Amling aus den Händen von Forstdirektor Andreas Becker, Leiter des Gemeindeforstamtes Willebadessen, gleich zwei Zertifikate in Empfang nehmen. Dabei handelt es sich um das sogenannte PEFC (Pan European Forest Certification) und das FSC (Forest Steward Chip Council), die die nachhaltige Bewirtschaftung im weitesten Sinne anhand internationaler und nationaler Kriterien bescheinigen. Im vergangenen Jahr wurde in Ostwestfalen das Modellprojekt „Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft in der Region“ durchgeführt. Die Zertifizierung von Forstbetrieben ist seit der Umweltkonferenz von Rio (1992) weltweit in der Diskussion. Ziel ist es, eine nachhaltige, umweltgerechte, sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Nutzung der Wälder zu gewährleisten. Forstbetriebe müssen sich beispielsweise verpflichten, Kahlschläge zu unterlassen, auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nahezu zu verzichten, flächiges Befahren der Waldböden zu unterlassen und auf geschützte Biotope und Gebiete besonders Rücksicht zu nehmen. „Wir haben uns schon immer an diese Standards gehalten“, so Stadtförsterin Christina Amling bei der Übergabe der Zertifikate. Dies soll auch in den Folgejahren so bleiben, da nach der Erstuntersuchung in der Zukunft Stichproben von den unabhängigen Kontrolleuren gemacht werden um die Kriterien zu überprüfen. Das Gemeinde-Forstamt Willebadessen, das den Stadtwald Paderborn seit 1830 betreut, bildet im Rahmen dieses Projekts eine eigene Zertifizierungseinheit. Da nahezu alle geforderten Kriterien der beiden Zertifizierungssysteme bereits seit Jahren Standard der Waldbewirtschaftung in Paderborn und in anderen beteiligten Gemeinden des Forstamtes sind, musste im Zertifizierungsprozess kaum nachgebessert werden.