Deutsch spielerisch lernen
Kindergärten machen zusätzliche Angebote
Wenn sich Alexander, Ines, Jasmin, Sabine, Miriam und Qutaybah am Computer versammeln, leuchten ihre Augen. Gespannt folgen sie ihrem "Löwenzahn". Die Kinder aus dem Kindergarten "Wiesengrund" sind beim Lern-Computerspiel mit dem Herzen dabei, bevor es nachher gilt, das Erlebte wiederzugeben. "Die Mädchen und Jungen verbessern so spielerisch ihr Deutsch", sieht Sabine Lück, Leiterin der städtischen Einrichtung am Auenhauser Weg im Wohngebiet Auf der Lieth, den Sinn der Übung. Seit September werden die künftigen Schulanfänger neben dem Kindergarten "Wiesengrund" auch im AWO Kindercentrum Riemekepark, im St. Bonifatius Kindergarten und in den städtischen Einrichtungen "Heidehaus", "Unter dem Regenbogen", "Fürstenbergstraße" und "Mistelweg" auf ihren neuen Lebensabschnitt vorbereitet. Diese zusätzliche Sprachförderung ist dank eines Landesprogramms in den Tageseinrichtungen möglich. "Für jeden der Fünf- bis Sechsjährigen haben wir sogenannte Sprachstandsbögen eingeführt, wo wir die aktuellen Kenntnisse und die Fortschritte vermerken", nennt Sabine Lück Einzelheiten. Viele Dinge probieren die Erzieherinnen mit den Kindern aus, wobei die Sprachkenntnisse immer am konkreten Alltagsbeispiel vermittelt werden. Ob die Beschreibung des Körpers, des Zuhauses, des Heimweges, das Fragen nach dem Weg und die Orientierung im Straßenverkehr - die Lernsituationen sind vielschichtig. Die Angebote richten sich insbesondere an Kinder von Aussiedlern und Ausländern, die einen Sprachförderbedarf haben. Dadurch sollen den Kindern bessere Startchancen zur Einschulung ermöglicht werden. Die Sprachförderung umfasst zehn Monate und wird in Kleingruppen von fünf bis zehn Kindern in den Tageseinrichtungen durchgeführt.