50 Jahre in der Verwaltung tätig

Willy Berns ging in den Ruhestand

Wenn ein gebürtiger Elsener 50 Jahre seines Berufslebens in Schloß Neuhaus verbringt und sich dabei so wohl fühlt, dass er auch noch nach Schloß Neuhaus zieht, kann an der althergebrachten Rivalität der Stadtteile wohl nicht mehr viel dran sein. Willy Berns hat diese Entwicklung hinter sich und ging jetzt nach sage und schreibe 50 Jahren im öffentlichen Dienst in den Ruhestand. Walter Hermes, Leiter des Einwohner- und Standesamtes, verabschiedete den Leiter des Bürgerservice Schloß Neuhaus in einer Dienstbesprechung. Gleichzeitig stellte er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Rainer Zahl den Nachfolger von Willy Berns vor. Rainer Zahl ist seit 1987 in der Stadtverwaltung und war zuletzt im Sozialamt beschäftigt. Er ist 48 Jahre alt und gebürtiger Neuhäuser. „Als Stift“, wie der 65jährige Willy Berns sagt, habe er im April 1952 bei der Amtsverwaltung Neuhaus angefangen. Gefolgt sei er eigentlich nur seinen Geschwistern, die bereits eine ähnliche Laufbahn eingeschlagen hatten. Drei Amtsdirektoren hat Willy Berns im Amt Neuhaus kommen und gehen sehen. In bester Erinnerung hat er noch die feierliche Umbenennung des Amtes Neuhaus in Schloß Neuhaus. Die Urkunde von damals zierte bis zum letzten Arbeitstag sein Dienstzimmer. Als 1975 durch die Gebietsreform das Amt Schloß Neuhaus aufgelöst wurde, verließ Willy Berns die alte Residenz und war bis 1983 im Hauptamt der Stadt Paderborn am Abdinghof tätig. Doch danach kam er zurück nach Schloß Neuhaus und war bis zu seiner Pensionierung als Leiter des Bürgerservice tätig. „Ich danke in erster Linie meinen Mitarbeitern, die mich in all den Jahren hervorragend unterstützt haben und gerade auch nach der Eröffnung des Bürgerservice 1997 ein umfangreiches Leistungsangebot für die Neuhäuser präsentiert haben“, so Willy Berns. Er spricht vom vollen Programm und meint die Vielzahl der Serviceleistungen im Pass- und Meldewesen bis hin zur Anmeldung bei den Volkshochschulkursen. „Unser Bürgerservice hat den Kunden viele Wege gespart und fand dadurch auch Zuspruch und Anerkennung“, sieht Willy Berns die hohe Akzeptanz der Verwaltungsnebenstelle. Der Neuhäuser wird es künftig ruhiger angehen lassen, möchte aber noch als Prokurist der Sander-Lippe-See-kommunale GmbH weiter tätig sein. Den Kontakt „zum Amt“ wird er dadurch nicht ganz zu verlieren.