Kunst aus Ludwigsfelde im Stadthaus

Bilderbogen soll verbinden

Ob verfremdet wie Heike Meisers Bild "Nächtliche Gedanken". Ob bunt, krass und witzig wie Ursula Kuhlmeys "Olga auf dem Roten Platz" in Öl oder aber kraftvoll wie die Skulpturen Waldemar Beckers: Die Kunst aus Ludwigsfelde, die derzeit in der Paderborner Stadtverwaltung, Am Abdinghof, gezeigt wird, ist vielfältig. Bis zum 1. November sind die etwa 30 Werke in der Galerie "Bilderbogen" zu sehen. Jetzt wurde die Ausstellung von Bürgermeister Heinz Paus und seinem Ludwigsfelder Amtskollegen Heinrich Scholl eröffnet. Neben den beiden stellvertretenden Paderborner Bürgermeistern Josef Hackfort und Joseph Vögele und weiteren Vertretern aus Rat und Verwaltung waren auch Künstler aus der Stadt am südlichen Rand von Berlin anwesend. "Seit langem besteht eine enge Kooperation zwischen den Verwaltungen der beiden Städte, die jetzt in einer weiteren Richtung belebt wird", so Heinz Paus. "Möge der Bilderbogen die Verbindung zwischen Paderborn und Ludwigsfelde weiter stärken", gab Heinrich Scholl seiner Hoffnung auf eine weitere gute Zusammenarbeit Ausdruck. Die Verbindung zu den Ludwigsfelder Künstlern, die sich sehr interessiert an einer Ausstellung in Paderborn zeigten, hatte Dieter Bartha hergestellt. Der I. Beigeordnete der Stadt gilt gemeinsam mit dem inzwischen im Ruhestand befindlichen ehemaligen Haupt- und Personalamtsleiter Hans Kaup als einer der Pioniere der Zusammenarbeit. Bartha, der selbst Mitglied des Fördervereins Kulturkreis Ludwigsfelde ist, hatte Kontakte zu Jochen Albrich, Vorsitzender des Fördervereins und Gründer des Ludwigsfelder Künstlerstammtischs genknüpft. "Es ist die erste Einladung für uns aus Westdeutschland", verriet Jochen Albrich zur Eröffnung. Der fünf Jahre alte Verein, dem in der Mehrzahl Hobbykünstler angehörten, habe einmal mit sechs Leuten begonnen. Mittlerweile gehörten 53 Mitglieder dazu, die bisher viele und erfolgreiche Ausstellungen organisiert hätten. Eine besondere Überraschung hatten sich die Ludwigsfelder Künstler für ihre Paderborner Gastgeber ausgedacht. Ihr eigens gestifteter Preis "Offen für die Kunst" ging an jene, die diese Ausstellung in Paderborn möglich gemacht hatten. Die jetzt präsentierten Aquarelle, Ölbilder, Scherenschnitte, Collagen und Plastiken können von Kunstliebhabern erworben werden. Interessenten sollten sich mit Steffi Wibbe (Tel. 05251/88-1374), Zimmer 2.14, in unmittelbarer Nähe der Galerie "Bilderbogen" in Verbindung setzen.