Im Gespräch mit Paderborns Bürgermeister Heinz Paus

Dank für bunten Sommer

Vorspann: "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" – so hieß es in diesem Sommer in Paderborn. Drei Großveranstaltungen bildeten das Projekt "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" und prägten das Leben in der Stadt. Dazu gehörten die Königlichen Museumsnächte vom 23. bis 25. August, Viva Italia vom 6. bis 8. September und die Powerwoche vom 28. September bis 5. Oktober mit Honky Tonk Kneipenfestival und City-Spektakel. Wie war die Resonanz auf dieses Projekt und wird es etwas Ähnliches im kommenden Jahr geben - das und noch mehr wollte das PADERBORN JOURNAL von Bürgermeister Heinz Paus wissen. P.J. Sie hatten zu Beginn des Jahres versprochen, dass im Sommer an jedem Wochenende in Paderborn etwas los ist. Konnten Sie Wort halten? Das können die Paderborner und ihre Besucher wohl besser beurteilen. Wir haben jedenfalls mit der Aktion "Ab in die Mitte" eine ganze Menge getan, um diesem Vorsatz gerecht zu werden. P.J.: Was war das Besondere daran, denn beispielsweise die Powerwoche gab es ja auch schon vorher. Durch unsere erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb der City-Offensive NRW kamen wir in den Genuss von Fördergeldern. Wir konnten in bisher nicht gekannter Weise Veranstaltungen, wie beispielsweise die Powerwoche mit dem Honky Tonk Kneipenfestival und dem City-Spektakel, sinnvoll verbinden und damit neue Erlebnisse für die Paderborner und ihre Gäste in der City schaffen. P.J. Wie sieht ihr Fazit dieser Aktion aus? Bleiben wir gleich bei der Powerwoche: Als Demonstration der Stärke des Paderborner Einzelhandels ist sie vor Jahren ins Leben gerufen worden. Im Rahmen der Aktion "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" wurde sie erweitert zu einem Musik- und Kulturspektakel der besonderen Art. Zum Auftakt erlebte Paderborn sein erstes Honky Tonk Kneipenfestival. 10.000 Musikfreunde feierten mit 29 Live-Bands in 29 Lokalen bis zum frühen Morgen. Damit ist diese Veranstaltung in Paderborn bereits bei ihrer Premiere zur drittgrößten in Deutschland geworden. Und zum Abschluss wurden beim City-Spektakel 22 Geschäfte in der Innenstadt zur Bühne für Live-Shows und lockten bis zum Abend zu einem Kultur- und Einkaufsvergnügen der besonderen Art. P.J.: Wie liefen die beiden anderen Aktionen? Ähnlich erfolgreich. Die Paderborner Museumsnächte, die an die Krönung Kunigundes von Lützelburg, Ehefrau von Kaiser Heinrich II. vor 1000 Jahren in Paderborner erinnerten, lockten mehr als 15.000 Besucher zum Schlossgelände in Neuhaus und in die Paderborner Innenstadt. Sie fühlten sich in die Zeit vor 1.000 Jahren zurückversetzt, als Fanfaren zum Einzug der Königin Kunigunde erschallten, das prunkvolle Königsfest begann und die Ausstellung „Kunigunde – empfange die Krone“ eröffnet wurde. Auch der mittelalterliche Markt mit Kulturspektakulum vor dem Hohen Dom und das Open-Air-Rockkonzert der "Queen Revival Band" waren ein Erfolg. Kultur und Kulinarisches im Zeichen Italiens stieß auf ebenso großes Interesse. Mehr als 40.000 Besucher kamen bereits zur Eröffnung der Italienischen Kulturtage. als das Historische Paderborner Rathaus für ein Wochenende zur Kulisse für ein italienisches Straßenfest mit Musik, Tanz, Kulinarischem und einer Open-Air-Kunstausstellung wurde. P.J.: Neben einem Lied waren es ja besonders die drei City Angels, die für die Aktionen warben. Betrachtet man die ansehnlichen Besucherzahlen, dann scheinen die drei Figuren ja ganz erfolgreich gearbeitet zu haben. Das glaube ich auch. Zunächst tauchten sie als schwarze Gestalten überall in der Stadt auf, dann entpuppten sie sich nach und nach als Repräsentanten für die einzelnen Großveranstaltungen. Erst sorgte eine charmante Königin für Aufsehen, dann machte der Pizzabäcker Appetit auf „Viva Italia“, zum Schluss repräsentierte der Elefant die Kraft der „Powerwoche“. Die drei Figuren halfen außerdem als „Rettungsengel“ mit zahlreichen Aktionen den Opfern der Flutkatastrophe, Waisenkindern in Paderborns polnischer Partnerstadt Przemysl, sie begeisterten bei Auftritten in Kindergärten und Krankenhäusern und gehörten drei Monate lang zum täglichen Bild in Paderborn. Aber auch die Madison Band mit ihrem Song "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" hat die Sache beflügelt. Nicht nur die CD fand großen Zuspruch, auch bei zahlreichen Live-Auftritten sorgte die Band damit für Stimmung. Überhaupt muss ich allen Beteiligten am "1, 2,3 -Projekt" ein großes Dankeschön sagen. P.J.: Wird es im nächsten Jahr etwas Ähnliches geben? Es wäre wünschenswert. Deshalb hat unser Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing auch schon ein entsprechendes Konzept vorgelegt, mit dem wir uns wieder am Landeswettbewerb beteiligen werden.