Fazit zu „Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW“ 2002 (für Imorde)
1, 2, 3 ... ab in die Mitte!
"1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" – so hieß es in diesem Sommer in Paderborn. Denn einfach ist normal, doppelt ist besser, Paderborn kam aber gleich dreifach: Drei Großveranstaltungen bildeten das Projekt "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" und prägten das Leben in der Stadt. Zum 1.: Königliche Museumsnächte vom 23. bis 25. August. Zum 2.: Viva Italia vom 6. bis 8. September. Und zum 3.: die Powerwoche vom 28. September bis 5. Oktober mit Honky Tonk Kneipenfestival und City-Spektakel. Und dass in allen Veranstaltungen Musik drin war, dafür sorgte die Madison Band mit ihrem Song "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!". Nicht nur die CD fand reißenden Absatz, auch bei zahlreichen Live-Auftritten sorgte die Band damit für höchste Stimmung. Eingestimmt wurden die Paderborner auf die Aktionen durch drei geheimnisvolle Figuren. Zunächst tauchten sie als schwarze Gestalten überall in der Stadt auf, dann entpuppten sie sich nach und nach als Repräsentanten für die einzelnen Großveranstaltungen. Erst sorgte eine charmante Königin für Aufsehen, dann machte der Pizzabäcker Appetit auf „Viva Italia“, zum Schluss repräsentierte der Elefant die Kraft der „Powerwoche“. Genau 1.000 Jahre ist es her, dass in Paderborn Kunigunde von Lützelburg, Ehefrau von Kaiser Heinrich II., als erste Königin des ostfränkischen Reiches gekrönt wurde. Aus diesem Grund gaben sich die Paderborner Museumsnächte in diesem Jahr königlich. Mehr als 15.000 Besucher lockte das Spektakel in der Anlage der Residenz Schloß Neuhaus und in der Paderborner Innenstadt an. Sie fühlten sich in die Zeit vor 1.000 Jahren zurückversetzt, als Fanfaren zum Einzug der Königin Kunigunde erschallten, das prunkvolle Königsfest begann und die große Ausstellung „Kunigunde – empfange die Krone“ eröffnet wurde. Die „Kumpanei Kramer, Zunft und Kurzweyl“ präsentierte ihren „Mittelalterlichen Markt mit Kulturspektakulum“ vor dem Hohen Dom, die Städtische Galerie war Kulisse für das Open-Air-Rockkonzert der "Queen Revival Band", die "Queen of Comedy" wurde gefeiert, die Rose als Königin der Blumen um eine weitere Züchtung bereichert, die "Königin der Nacht" wurde gekürt – alles, was unter den Oberbegriff „Königin“ passte, wurde als faszinierende Mischung präsentiert. Kultur und Kulinarisches im Zeichen Italiens kam dann als zweiter Veranstaltungsschwerpunkt. Zur Eröffnung der Italienischen Kulturtage wurde das Historische Paderborner Rathaus zur Kulisse für ein italienisches Straßenfest mit Musik, Tanz und einer Open-Air-Kunstausstellung. Künstlerinnen und Künstler aus Neapel luden ein zu einer Traumreise durch die Welt italienischer Kunst. Ihre Objekte mussten „entdeckt“ werden, sie waren in der Innenstadt in Boxen versteckt. Dazu hieß es „Buon Apetito“: Heimische Restaurants präsentierten auf dem Rathausplatz kulinarische Gaumenfreuden aus Italien und anderen Regionen. Dieses italienische Wochenende genossen mehr als 40.000 Besucher. Als Demonstration der Stärke des Paderborner Einzelhandels ist die „Powerwoche“ vor Jahren ins Leben gerufen worden. Im Rahmen der Aktion "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" wurde sie erweitert zu einem Musik- und Kulturspektakel der besonderen Art. Zum Auftakt erlebte Paderborn sein erstes Honky Tonk Kneipenfestival. 10.000 Musikfreunde feierten mit 29 Live-Bands in 29 Lokalen bis zum frühen Morgen. Damit ist diese Veranstaltung in Paderborn bereits bei ihrer Premiere zur drittgrößten in Deutschland geworden. Und zum Abschluss wurden beim City-Spektakel 22 Geschäfte in der Innenstadt zur Bühne für Live-Shows und lockten bis zum Abend zu einem Kultur- und Einkaufsvergnügen der besonderen Art. "1, 2, 3 ... ab in die Mitte!" – das waren drei Großveranstaltungen mit riesigem Erfolg. Vorbereitet und begleitet durch ein ausgefallenes Werbekonzept: Drei City-Angels als Sympathie-Träger sorgten mit ihrem Spezial-Mini nicht nur für maximales Aufsehen, sie halfen als „Rettungsengel“ auch mit zahlreichen Aktionen den Opfern der Flutkatastrophe, Waisenkindern in Paderborns polnischer Partnerstadt Przemysl, sie begeisterten bei Auftritten in Kindergärten und Krankenhäusern und gehörten drei Monate lang zum täglichen Bild in Paderborn.