Naturkundemuseum im Neuhäuser Marstall

Ohne Handy und Telefon - Ferngespräche unter Tieren

 Dass sich Tiere bei ihren "Ferngesprächen" durchaus auch ohne Handy und Telefon bestens verstehen, zeigt eine kleine Sonderausstellung im Obergeschoss des Naturkundemuseums im Marstall in Paderborn-Schloß Neuhaus. „Signale im Tierreich“ lautet der Titel der Exposition, die vom 25. Oktober bis zum 26. Januar des nächsten Jahres zu sehen ist. Sie kann dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besucht werden, montags ist sie geschlossen. Der Eintritt ist frei.    Anlässlich der Sonderausstellung „Vom Stadtboten zur Informationsgesellschaft“ des Historischen Museums zeigt das Naturkundemuseum Möglichkeiten, wie sich Tiere auf Distanz verständigen können. Vor allem chemische und akustische Botschaften spielen dabei eine große Rolle und können in vielen Fällen noch in beträchtlichen Entfernungen von den Artgenossen wahrgenommen und verstanden werden.   Es werden typische Botschaften von Tieren vorgestellt. In unsere Sprache „übersetzt“ können solche Mitteilungen etwa lauten: „Stopp! Das ist mein Gebiet“ oder „Ich suche eine Partnerin“ oder auch „Achtung! Gefahr!“.   Eingegangen wird in der Ausstellung auch auf Methoden der Verständigung, die mit den menschlichen Sinnesorganen nicht erfasst werden können, wie zum Beispiel Ultraschall- und Infraschall-Töne und artspezifische, chemische Botschaften.   Einige eindrucksvolle akustische Botschaften von Brüllaffen, Rohrdommeln, Wölfen und anderen „Schreihälsen“ können in der Ausstellung per Knopfdruck abgerufen werden. Außerdem werden über Kopfhörer auch die „Gesänge“ von Walen, die Rufe von Froschlurchen und das Zirpen von Grillen und Heuschrecken vorgestellt. Selbst akustische Signale der vermeintlich stummen Fische sind zu hören.   In der Filmecke verdeutlichen ein paar kurze Videosequenzen Besonderheiten der Verständigungsmöglichkeiten auf Distanz bei Löwen, Elefanten, Mücken und einigen anderen Arten.