Neues Haus für die Kammerspiele

Machbarkeitsstudie vorgelegt

In nichtöffentlicher Sitzung wurden am Mittwoch die Kulturausschüsse von Stadt und Kreis Paderborn sowie der Aufsichtsrat der Westfälischen Kammerspiele von dem beauftragten Planungsbüro über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu einem Neubau für das Theater informiert. In der Sitzung wurden noch keinerlei Entscheidungen getroffen, Kostengrößen oder Entwürfe diskutiert, sondern Fragen des Raumbedarfs, des Standorts, des Terminplans und der Folgekosten erörtert. Einig waren sich die Parlamentarier über den dringenden Handlungsbedarf, angesichts der baulichen, sicherheitstechnischen und betriebstechnischen Mängel in der derzeitigen Situation der Kammerspiele einerseits, angesichts der Bedeutung des Theaters für die Region und ihre Menschen andererseits. Eine wichtige Investition, von der noch Generationen profitieren könnten, stehe an. Die Studie geht auf der Grundlage der Arbeitsskizze zur Neukonzeption der Westfälischen Kammerspiele von einem Haus für etwa 400 Zuschauer mit einem integriertem Studiotheater, Werkstätten und zwei Probebühnen. Die Intendantin Dr. Steinhardt-Unseld erklärte, es gehe nicht um ein Theater der Luxusklasse, sondern um das Aufholen von Defiziten gegenüber vergleichbaren Städten und Theatern. Sie machte klar, dass sich dafür, abgesehen von den Baukosten, der jährliche Zuschussbedarf in einem neuen Haus deutlich erhöhen werde. Im Gespräch sind nur noch die Standorte Kötterhagen und Haxthausenhof. An beiden Standorten wäre das neue Theater machbar. Für eine Entscheidung zum Standort Kötterhagen fehlt als Grundlage für eine Entscheidungsfindung noch die Gewissheit über die Pläne der Volksbank. Der vorgeschlagene Terminplan geht von einer Fertigstellung Ende 2006 aus. In diesem Terminplan ist nach Aussagen der Verantwortlichen noch Spiel, langwierige Verzögerungen sollten aber, auch darüber herrschte Einigkeit, vermieden werden. Aufgabe der parlamentarischen Gremien wird es sein, auf der Basis der Machbarkeitsstudie eine Grundsatzentscheidung über einen Neubau und die damit verbundenen Strukturverbesserungen und Folgekosten zu treffen. Der nächste Schritt wäre dann ein Architekten-Wettbewerb.