Museum für Stadtgeschichte Paderborn

Kurioses aus der Pasta-Welt

Kurioses, Amüsantes und Informatives aus der Welt der Pasta zeigt das Paderborner Museum für Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus an der Hathumarstraße. Im Rahmen der Italienischen Kulturtage ist bis zum 6. Oktober eine große Zahl farbiger und formenreicher Nudeln zu sehen. Außerdem vermittelt die Exposition mit Fotos, Cartoons, Musik ein italienischen Sehnsuchts- und Lebensgefühl und macht durch die unterschiedlichen Pastasoßen Appetit auf mehr. Außer montags kann die Ausstellung von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Gleichzeitig wird an die Wirtschaftswunderzeit der 50er Jahre erinnert, die verbunden war mit der frühen Reiselust der Deutschen nach Italien. Ob mit dem NSU-Fox, der BMW-Isetta oder durch Bahn- oder Busreise - immer mehr Deutsche zog es über die Alpenpässe in den Süden. Gewöhnte man sich schnell an Chianti und Grappa, so tat man sich mit den Speisen schon schwerer. Nicht nur weil es Probleme beim Aufdrehen der Spaghetti gab, meist war man nach dieser Vorspeise satt. Bis in die Zeit der Etrusker reichen die frühesten Spuren der Pasta in Italien zurück. Etruskische Wandgemälde in der Toskana zeigen Geräte, die auf die spezielle Art der Nudelherstellung hinweisen. Im frühen Rom war es anscheinend nur den Reichen vorbehalten, Pasta zu genießen. Als die Sizilianer im 12. Jahrhundert die Konservierung der köstlichen Pasta erlernt hatten, verbreitete sich dieses Verfahren in ganz Italien. In Neapel, Amalfi, Genua und anderen Hafenstädten wurden die Herstellung und der Vertrieb von Pasta zum florierenden Geschäft. Allerdings bereiteten diese frühen "Italiener", der Staat Italien entstand erst 1870, die Pasta ganz anders, als heute. Im Laufe der Zeit wurde jedes besondere Ereignis zum willkommenen Anlass genommen, eine neue Nudelform zu erfinden. Mittlerweile existieren etwa 600 verschiedene Nudelsorten. In den letzten Jahren gab es einen Boom von gefärbten und aromatisierten Pastasorten.