Stadt Paderborn appelliert
Keine Gartenabfälle in die Landschaft
Müll und Gartenabfälle gehören nicht in die freie Landschaft und auch nicht in den Wald. Darauf weisen aus aktuellem Anlass der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn ( ASP) und das städtische Amt für Umweltschutz und Grünflächen hin. „Obwohl die meisten Bürgerinnen und Bürger diese Form der Abfallbeseitigung ablehnen, stellen wir immer wieder fest, dass Müll und Grünabfälle einfach irgendwo an Acker-, Wald- und Wegrändern, an Bächen und Flüssen abgeladen oder einfach über den Gartenzaun geworfen werden“, so Stefan Holtemeyer vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen. Gartenabfälle werden mitunter gar nicht als Müll angesehen, getreu dem Motto: „Das verrottet doch schnell…“. Diese Praxis verstößt jedoch gegen geltendes Satzungsrecht, gegebenenfalls auch gegen Wasserhaushaltsgesetz und Strafrecht“, gibt Holtemeyer zu bedenken. Dadurch werde nicht nur das Landschaftsbild beeinträchtigt, sondern auch der Boden mit unerwünschten Nährstoffen erheblich belastet. Das führe dazu, dass anspruchslose "Allerweltsarten" im Wachstum gefördert werden und anspruchsvolle und seltenere Pflanzen immer weiter verdrängen. Besonders negativ wirke sich das Abkippen von Gartenabfällen in und an Gewässern aus, wo von Natur aus nährstoffarme Bedingungen herrschen. Der ASP und das städtische Amt für Umweltschutz und Grünflächen bitten deshalb eindringlich darum, Gartenabfälle über die Biotonne zu entsorgen und größere Mengen (maximal eine Kofferraumladung) zu den Paderborner Recyclinghöfen „An der Talle“ und „Driburger Straße“ oder zur Zentraldeponie „Alte Schanze“ des Kreises Paderborn zu bringen. Außerdem besteht die Möglichkeit, unter der Rufnummer 052 51 / 88-1710 Grünabfallmengen bis drei Kubikmeter gegen eine günstige Gebühr vom ASP abholen zu lassen. Darüber hinaus sollte, wenn es möglich ist, auch auf dem eigenen Grundstück kompostiert werden.