Noch Restkarten erhältlich
Opernhaftes Oratorium "Paulus" in der PaderHalle
In dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy singen der Städtische Musikverein Paderborn und seine Partnerchöre aus Oelde und Ostbevern am Mittwoch, 7. Mai, um 19.30 Uhr. Auf den Eintrittskarten hat sich ein Fehler eingeschlichen: Dort ist als Beginn 19 Uhr angegeben. Doch wer zu früh kommt, langweilt sich nicht, denn schon ab 18.30 Uhr gibt Bruno Bechthold im Foyer eine Einführung ins Werk. Tickets gibt es noch im Ticektcenter am Marienplatz (05251) 2 99 75 0. Sopran-Solistin des Konzerts ist Sabine Ritterbusch. Sie hat in Detmold studiert und war acht Jahre lang Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Dort avancierte sie in vielen Hauptrollen zum Publikumsliebling. Seit Sommer 2002 ist sie freischaffend tätig, bleibt aber der Hamburgischen Staatsoper weiterhin als Gast verpflichtet. Die vielseitige Sängerin gastiert auch an anderen großen Opernhäusern, unter anderem an der Staatsoper München, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Berlin, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und am Aalto Musiktheater Essen. Die weiteren Solisten sind Andrea Gegner, Robert Sedlak und Markus Krause. Es spielt die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Gesamtleitung liegt in den Händen von Matthias Hellmons. "Paulus" ist trotz oder wegen seiner opernhaften Züge eine Erfolgsgeschichte: Die Uraufführung fand 1836 in Düsseldorf statt. Kurz nach der Uraufführung wurde das Werk bereits in Liverpool, Boston, London und Birmingham aufgeführt. Bereits zwei Jahre danach war das Werk in den meisten deutschen Städten dargeboten. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Aufführung der Werke Mendelssohns verboten, weil er jüdischer Abstammung war. Mendelssohn orientierte sich in der Struktur des Werks stark an Bachs Passionen, am auffälligsten bei der Verwendung von Chorälen innerhalb des Oratoriums. Sie stehen für die Stimme der Gemeinde, die über den zuvor gehörten Text nachdenkt und sich auf ihn bezieht. In der Harmonisierung und der Satzweise spürt man, wie vertraut sich Mendelssohn mit Bachs Stil gemacht hat.