Gericht schlägt lediglich andere Warnschilder vor

Stadt warnt weiter vor Baden in Baggerseen

Die Stadt Paderborn warnt weiterhin vor dem Baden in Baggerseen. Diese Warnung gilt auch für den Lippesee. Deshalb wird die Stadt die Betreiber der Lippe-See Freizeitanlagen GmbH erneut per Ordnungsverfügung auffordern, Warnschilder aufzustellen. Stadtpressereferent Willi Lünz: „Wir müssen jede Gelegenheit nutzen, Menschen vor den Gefahren, die von einem Baggersee ausgehen, zu warnen. Wir sehen uns in dieser Auffassung durch das Verwaltungsgericht Minden bestätigt.“ Die Stadt Paderborn hatte die Betreiber Lippe-See Freizeitanlagen GmbH aufgefordert, Warnschilder aufzustellen mit dem unmissverständlichen Hinweis, dass für Badende im Lippesee Lebensgefahr besteht. Dem daraufhin eingeschalteten Verwaltungsgericht Minden ging diese Formulierung zu weit. Die Hinweise auf Ertrunkene im Habichtsee und auch im Lippesee reichten nach Auffassung des Gerichts nicht aus, um eine konkrete Gefahr nachzuweisen. Zudem wirkten sie abschreckend und würden Gäste nicht nur davon abhalten, im See zu baden, sondern auch die Freizeitanlagen der Lippe-See Freizeitanlagen zu besuchen. Aus diesem Grund sei ein anderes Mittel zur Gefahrenabwehr zu wählen. Hierfür schlägt das Gericht Schilder vor, auf denen beispielsweise darauf hingewiesen wird, dass das Baden auf eigene Gefahr erfolgt und auf denen zudem die von den Badenden zu beachtenden Gefahren genannt werden. Stadtpressereferent Willi Lünz: „ Wir fordern die Betreiber jetzt auf, unverzüglich Schilder mit dem Text ‚Baden auf eigene Gefahr – keine Badeaufsicht!’ aufzustellen.“