Tipps der Abfallberatung des ASP

Beim Schenken an die Umwelt denken

In keiner Jahreszeit ist das Abfallaufkommen höher als zur Weihnachtszeit. Besonders deutlich sind dabei die Berge von Verpackungsmaterial, die sich nach der Bescherung im Wohnzimmer türmen und später die Mülltonnen, Wertstoffcontainer und Gelben Säcke füllen. Tipps zum abfallarmen Verpacken gibt es in diesem Jahr wieder von der Abfallberatung des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes (ASP). Zusammengefasst sind sie in dem Faltblatt „Verschenken Sie keinen Müll“, das jetzt neu aufgelegt wurde. Das Faltblatt sowie die beliebten Anhänger für Geschenke ohne Verpackungen sind beim Service-Center des ASP, An der Talle 21, erhältlich.   Aber nicht nur die Verpackungen der Geschenke lassen die Müllberge ansteigen. Nicht selten sind es auch die Geschenke selbst, die nach einer Anstandsfrist oft ungenutzt diesen Weg gehen. Denn aus Verlegenheit oder der vermeintlichen Pflicht, ein Geschenk machen zu müssen, werden oft Dinge gekauft, die dem Beschenkten nicht gefallen oder die er nicht gebrauchen kann. In vielen Fällen ersetzen Geschenke auch durchaus noch intakte Gebrauchsgegenstände, die dann, obwohl noch verwendbar, schon vor ihrer Zeit in die Mülltonne oder auf den Sperrmüll wandern. Abfallberaterin Mechthild Hopmeier: "Schade drum! Global gesehen können wir uns diese Verschwendung nicht leisten, da die Schätze unserer Erde nicht unendlich sind".   Für diejenigen, die in diesem Jahr wieder einmal das Problem mit einem passenden Geschenk haben, hat Mechthild Hopmeier einige gute Ideen für umweltfreundliche Geschenke zusammengetragen: Anstelle sinnloser Geschenke lieber einen Gutschein schenken, beispielsweise über Hilfe im Haus und Garten, über die Wartung und Pflege eines Fahrrades oder über einen Wochenendeinsatz als Babysitter.   Als Geschenk kommt auch eine Einladung zu einer Schneewanderung mit anschließendem gemütlichen Essen, zu einer Fahrradtour mit Picknick oder zu einer Konzertveranstaltung in Frage. Wie wäre es mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Tanz- oder Sportkurs?   Freude könnte sicherlich auch eine Eintrittskarte für ein Fußballspiel, für einen Nachmittag im Spaßbad oder Erlebnispark oder eine Jahreskarte fürs Freibad oder für die Sauna bereiten. Auch Gebrauchtes kann verschenkt werden. Guterhaltenes Kinderspielzeug, Musikinstrumente, Sportartikel, Puzzles und Bücher sind auf Flohmärkten, über Kleinanzeigen oder auch in Second-Hand Geschäften zu finden.   Auch verzehrbare Geschenke wie selbst gemachtes Konfekt, Plätzchen oder Konfitüre, ein paar gute Flaschen Wein finden immer Anklang. Es gibt zahlreiche Alternativen, die allerdings oft nicht mit einem einfachen Geldschein zu bezahlen sind. Sie verlangen etwas persönliches Engagement, drücken dafür aber auch am besten die Wertschätzung aus, die dem Geschenkten entgegen gebracht wird.