In der Hauptschule Heinrich

Ganz große Pause fand Zuspruch

„Schön, dass du mal wieder bei uns bist“, empfängt Lehrerin Frau Dombrowski ihren Schüler Philipp, der sich genauso wie seine Mitschülerin Svenja als Schulschwänzer hervortut. Im Jugendtheaterstück „Ganz große Pause“ sahen die Schüler der Heinrich-Hauptschule in den zwei Vorstellungen vieles aus dem Schulalltag. Frust über die schulische Leistung, keine Zeit der Mutter für die Probleme ihrer Tochter, ein resignierender Mitschüler – das von der bekannten Jugendbuchautorin Anja Tuckermann geschriebene Stück in der Aufführung des Hildesheimer Theaters „Kalleratschmatsch“ bringt vieles auf den Punkt, was sich in deutschen Schulen abspielt. Die eineinhalbstündige Inszenierung, die von der Schulsozialarbeit der Stadt Paderborn organisiert wurde, sprach die jugendlichen Zuhörer sehr direkt an. Mit kargem Bühnenbild, viel Tempo und untermalt von Hip Hopp und Nu Metal erinnert das Ganze eher an einen Videoclip als an ein Theaterstück. Die Ursachen für Gewalt und Resignation deuten die Hildesheimer in ihrer Aufführung an. Am Ende ihres Stücks deuten sie Lösungsmöglichkeiten an. Da nimmt sich die Lehrerin endlich einmal Zeit für die Probleme ihrer Schüler. Willi Zenses, beim Jugendamt der Stadt für die Schulsozialarbeit verantwortlich: „Wir wollten mit diesem Stück zum Nachdenken über Ursachen von Gewalt und Hoffnungslosigkeit im Schulalltag anregen und damit eine Diskussion darüber in Gang bringen“.