Lese- und Rechtschreibschwächen vorbeugen

Städtische Kindergärten aktiv

Lese- und Rechtschreibschwächen möglichst früh zu erkennen und bereits vor Schulbeginn etwas dagegen zu tun – das ist das Ziel eines Projektes in vier städtischen Kindergärten. Derzeit läuft es in den Kindertagesstätten „Lange Wenne“, „Lippekinder“ in der Kaiser-Heinrich-Straße in Schloß Neuhaus, „Schwalbennest“ an der Kasseler Straße und „Münsterstraße“. Ulrike Westphalen, Leiterin der städtischen Kindertagesstätte „Unter dem Regenbogen“ an der Brakeler Straße, die an einer trägerübergreifenden Moderatorenschulung im Kreis Soest teilgenommen hat, vermittelt ihr Wissen zunächst an die Leiterinnen dieser vier Einrichtungen. Die Leiterinnen Ulrike Westphalen ("Unterm Regenbogen"), Gerda Schleicher ("Lippekinder"), Maria Frenz-Kreimeier, ("Münsterstraße"), Marietheres Bergschneider ("Lange Wenne") und Claudia Winkelhoch ("Schwalbennest") stützen sich dabei auf das sogenannte Bielefelder Screening (BISC), ein Verfahren, das an der Universität Bielefeld entwickelt wurde. Damit können Entwicklungsrückstände beim Lesen und Schreiben vor der Einschulung festgestellt werden. Insgesamt wurden in den vier Einrichtungen 110 Kinder diesem Test unterzogen. Anschließend wird mit den Kindern, die einer gezielten Förderung bedürfen, über einen Zeitraum von 20 Wochen das Würzburger Trainingsprogramm „Hören, lauschen, lernen“ absolviert. Damit soll ihnen das Schreibenlernen erleichtert werden. Mit Sprachspielen wollen die Erzieherinnen das Risiko für Lese- und Rechtschreibschwächen minimieren. Im nächsten Kindergartenjahr soll das Projekt auf weitere Kindertagesstätten der Stadt ausgedehnt werden. Die von Ulrike Westphalen, Leiterin der städtischen Einrichtung „Unter dem Regenbogen“, ausgebildeten Kolleginnen haben nach ihrer Schulung eine entsprechende Zertifizierung.