Dezember-Statistik
Weniger Einwohner in Paderborn
Zum dritten Mal in diesem Jahr nach Mai und November sank im Dezember die Paderborner Einwohnerzahl. Wie Michael Wahl von der Statistik der Stadt mitteilt, ging die Zahl um 100 Personen von 139.161 auf 139.061 Einwohner zurück (Vormonat -85; Vorjahr +65). Das ist das zweitniedrigste Dezember-Ergebnis der letzten 15 Jahre. Lediglich 1997 war der Rückgang mit -166 Personen noch höher ausgefallen. Der Abstand zum Vorjahr liegt nun bei +633 Personen (November 2002: +798). Die Ursache für den Rückgang der Bevölkerungszahl ist vor allem bei den so genannten Wanderungen zu finden. Dabei war die Zuzugszahl mit 536 Personen (Vormonat 478, Vorjahr 485) durchaus im Dezember-Durchschnitt. Aber die Zahl der 637 Fortzüge (Vormonat 604, Vorjahr 463) war deutlich überdurchschnittlich und die höchste der letzten vier Jahre. Zusammen ergab sich deshalb mit -101 Personen ebenfalls der höchste Wanderungsverlust in einem Dezember der letzten vier Jahre (Vormonat -126, Vorjahr +22). Die "natürliche Bevölkerungsbewegung" konnte diesmal dieser Entwicklung nichts entgegensetzen. Zum einen war die Geburtenzahl von 100 Babys (Vormonat 134, Vorjahr 105) niedriger als im Dezember üblich. Zum anderen lag die Zahl der 99 Sterbefälle deutlich über dem Dezember-Durchschnitt (Vormonat 93, Vorjahr 62). Aus beiden ergab sich mit einer Person der niedrigste Dezember-Geburtenüberschuss der letzten zehn Jahre (Vormonat +41, Vorjahr +43). Unter den Stadtteilen war vom Bevölkerungsrückgang wieder in erster Linie die Kernstadt (-134) betroffen, aber auch in Wewer (-20) sank die Zahl. Dagegen konnten Sande (+20), Neuenbeken (+15) und Schloß Neuhaus (+10) noch zulegen. In den übrigen Ortsteilen gab es keine großen Veränderungen: Elsen (+8), Marienloh (+6), Dahl (-2) und Benhausen (-3). Neben den 139.061 Einwohnern mit Hauptwohnsitz wohnten Ende Dezember 8.620 Personen mit Nebenwohnsitz in Paderborn (Vorjahr: 8.012). Die Gesamtbevölkerungszahl liegt jetzt bei 147.681 Einwohnern.