Stadt weist Herold-Vorwürfe zurück

Bahnhofsplanungen der Stadt vor dem Abschluss

Die Planungen für den Bereich des Bahnhofsgeländes stehen vor dem Abschluss: Details wurden festgelegt, Kaufverträge abgeschlossen, Gespräche mit den Zuschussgebern geführt – die Stadt Paderborn hat bereits wesentliche Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Umfeld des Hauptbahnhofes neu gebaut werden kann. Mit dieser Feststellung weist die Stadt den Vorwurf des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers der Industrie- und Handelskammer Thomas Herold zurück, der behauptet hatte, bei der Stadt fehle der gestalterische Wille. Volker Schultze, Leiter des Stadtplanungsamts: „Dieser Vorwurf ist völlig aus der Luft gegriffen. Herr Herold kennt offensichtlich den aktuellen Stand überhaupt nicht.“ Das gilt auch für seine Aussage, dass darüber hinaus auch die Stadtzufahrt ab Kreuzung Frankfurter Weg dringend überplanungsbedürftig sei. Stadtplaner Volker Schultze: „In Zusammenhang mit der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes ist bereits mit Planungen begonnen worden, die die gesamte Bahnhofstraße bis zum Frankfurter Weg umfassen.“ Abgeschlossen ist auch der Grunderwerb. Im vergangenen Jahr sind zwei Kaufverträge abgeschlossen worden, damit ist die Stadt Paderborn Eigentümerin der Flächen bis fast zur Einmündung der Kapellenstraße in die Bahnhofstraße. Einzelne Flurstücke im Bereich des Bahnhofsumfeldes mussten entwidmet werden, das ist inzwischen auch mit Verfügung des Eisenbahn-Bundesamtes erfolgt. Die Planungen für das Bahnhofsumfeld sind zum größten Teil bereits bis ins Detail abgeschlossen. So liegen die künftigen Standorte für die Haltestellen der Busse des PaderSprinters und der Regionalbusse fest, die Parkplätze für Taxen und Kurzzeitparkplätze für Bahnhofsbesucher sind geordnet. Hierfür haben während der gesamten Planungsphase Abstimmungsgespräche mit Vertretern der Bus- und Taxiunternehmen stattgefunden. Volker Schultze: „Fest steht auch schon, wie der Verkehr auf der Bahnhofstraße fließen soll, wo Abbiegespuren sowie Rad- und Gehwege hinkommen.“ Um die vorliegende Planung durchführen zu können, muss das ehemalige Postgebäude abgerissen werden. Voraussetzungen hierfür hat die Stadt Paderborn im vergangenen Jahr geschaffen und vertragliche Regelungen mit der DB Station & Service und der Deutschen Post abgeschlossen. Sichergestellt ist, dass der Betrieb der Radstation davon nicht beeinflusst wird. Probleme gibt es zurzeit noch im Bereich westlich der Einmündung der Rathenaustraße auf die Bahnhofstraße. Hier soll ein Parkhaus mit 400 Stellplätzen entstehen. Um die Planung zu realisieren, müssen zwei Oberleitungsquerfeldmasten auf dem Bahnhofsgelände versetzt werden. Dazu sind noch weitere Gespräche mit der Deutschen Bahn zu führen. Stadtplaner Volker Schultze: „Die Versetzung von Oberleitungsquerfeldmasten ist allerdings nicht nur eine kleine bauliche Maßnahme, sondern es hängt damit die Neuordnung von elektrischen Querfeldern im Bahnhofsbereich zusammen. Dazu ist eine aufwendige Planung durch die DB Netz erforderlich, die auch sehr teuer ist.“ Auch bei der Gestaltung des Empfangsgebäudes, das im Eigentum der Deutschen Bahn steht, hat die Stadt der Bahn Unterstützung angeboten sowie Kontakte zu möglichen Investoren geschaffen.