Graffiti-Projekt in der Unterführung an der Kasseler Straße
Farbige Ideen bringen Leben ins Dunkel
Mit ihren farbigen Ideen haben Linus, Hendrik, Paul und Habakuk Leben ins Dunkel gebracht. Den Fußweg unter den Schienen an der Kasseler-Tor-Straße haben die Vier mit Hilfe des Jugendamtes der Stadt Paderborn nicht nur ein Stück freundlicher, sondern auch interessanter gemacht. Für ihre Graffiti-Kunst haben Linus Rauch, Hendrik Borgmann, Paul Jungeblodt und Habakuk Habbern von den Passanten schon viel Lob bekommen. "Selbst älteren Leuten haben die Werke hier gefallen", weiß Simone Pape, die vom Jugendkulturzentrum "MultiCult" das Projekt betreute. Dem Lob schloss sich jetzt Paderborns Bürgermeister Heinz Paus uneingeschränkt an: "Das ist eine echte Bereicherung." Für die Kunstwerke hat es keine Vorgaben gegeben. Ihren eigenen "Style" haben die Jungs mit Paderborn-Motiven angereichert und damit den Bogen zur Stadt gespannt. Fünf Tage hat es gedauert und 200 Dosen Farbe waren nötig bis sie ihre Kunst an die Wände der Unterführung gebracht hatten. "Wir haben beim Graffiti am Salesianum und am Senioren-Internetcafe in der Karlsstraße schon Erfahrungen gesammelt", sagt Hendrik Brogmann. Die Aufgabe sei ihnen deshalb nicht schwer gefallen, sondern habe Spaß gemacht. Borgmann wünscht sich wie seine Freunde auch noch mehr offizielle Flächen für die Graffiti-Künstler. Die Graffiti-Börse der Stadt sieht er dabei als einen guten Anfang. Im Rahmen der Aktion "Schwamm drüber" für mehr Sauberkeit in der Stadt war eine solche Initiative entstanden. Ziel ist es, die Graffiti-Künstler mit interessierten Hauseigentümern zusammen zu bringen. "Das ist uns in einigen Fällen auch schon gut gelungen", so Simone Pape. Graffiti-Künstler bzw. Eigentümer können sich unter der Rufnummer 05251/280950 in dieser Börse eintragen lassen. Die Verbindung wird dann durch das Jugendamt hergestellt.