Statistik der Stadt mit Halbjahresbilanz

Fast 300 Einwohner mehr

Auch in den vergangenen sechs Monaten stieg die Einwohnerzahl in Paderborn weiter an. Genauer gesagt nahm die Bevölkerung der Stadt um 295 Personen von 139.061 auf 139.356 Einwohner zu. Das ist der niedrigste Zuwachs nach 1998 und 1999. Ausländische Mitbürger leben zurzeit 11.839 in Paderborn. Das sind 52 mehr als vor einem Jahr, ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt nun 8,5 Prozent, vor zwölf Monaten waren es 8,4 Prozent. Die eine Hälfte zum positiven Ergebnis lieferten die so genannten Wanderungen. Dabei war die Zahl der 3.244 Zuzüge geringfügig niedriger als im Vorjahr und die niedrigste seit 1998. Dagegen stieg die Fortzugszahl auf 3.097 Personen an. Diese gegenläufige Entwicklung bei den Zu- und den Fortzügen hat somit im Halbjahresvergleich die größeren Auswirkungen für das schwächere Bevölkerungswachstum gehabt. Beide zusammen ergaben einen Wanderungsgewinn von +147 Personen. Damit hat sich der Zuzugsüberschuss gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Insbesondere gegenüber den neuen Bundesländern haben sich die Gewichte verschoben. Gab es im ersten Halbjahr 2002 noch einen Wanderungsgewinn von +108 Personen für die Stadt, so übertrafen in den letzten sechs Monaten die Zuzüge von dort die Fortzüge nur noch um 55 Personen. Die natürliche Bevölkerungsbewegung trug die andere Hälfte zum Bevölkerungswachstum bei. Dabei war die Geburtenzahl mit 752 Babies wieder höher als in 2002, lag aber trotzdem deutlich unter dem Durchschnitt der letzten 15 Jahre. Dagegen stieg die Zahl der Sterbefälle mit 604 geringfügig an. Aus beiden ergab sich mit +148 Personen der zweitniedrigste Geburtenüberschuss nach 2002. Den stärksten Zuwachs unter den Stadtteilen hatten Sande (+106), Elsen (+56), Wewer (+53), die Kernstadt (+48) und Schloß Neuhaus (+46). Neuenbeken musste einen deutlichen Rückgang hinnehmen (-25). In den anderen Stadtteilen waren die Veränderungen deutlich geringer: Dahl (+9), Benhausen (+5) und Marienloh (-3). Bei den Altersgruppen waren die Entwicklungen unterschiedlich. Reduziert hat sich die Zahl der Kinder bis 5 Jahre (-0,9 Prozent), der Jugendlichen 10 – 14-jährigen (-1,2 Prozent) und der 30 – 44-jährigen (-0,5 Prozent). Dagegen gab es Zuwächse bei den 6 – 9-jährigen (+0,6 Prozent), den 15 – 30-jährigen (+0,3 Prozent), den 45 – 64-jährigen (+0,7 Prozent) und den über 65-jährigen (+1,5 Prozent). Während es sich bei Jugendlichen und Erwachsenen oftmals nur um Verschiebungen in der Altersstruktur handelt, ist bei Kindern unter 6 Jahren der Rückgang vor allem auf Fortzüge der Familien zurückzuführen.