Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"

Paderborner Duo einsame Spitze

Weimar/Sensationeller Erfolg der Städtischen Musikschule Paderborn: Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Weimar belegten Sandra Urba (15 Jahre) und Matthias Soyka (17 Jahre) am „Klavier vierhändig“ einen glanzvollen 1. Preis mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten. Diese höchst selten vergebene Punktzahl erhielten die jungen Musiker für ihre Interpretation von Mozarts Sonate C-Dur (KV 521), die Sonate für zwei Klaviere vierhändig von Poulenc sowie das Stück „Skaramusche“ von Darius Milhaud. Die beiden Schüler, die von Andrius Urba, Vater von Sandra und Dozent an der Städtischen Musikschule betreut werden, sicherten sich mit diesem Preis die Teilnahme am Klassik-Sonderpreis der Stadt Münster Anfang Juni. Mit diesem Abschneiden bei dem Bundeswettbewerb, an dem insgesamt 1.200 junge Instrumentalisten und Sänger teilnahmen, empfahlen sie sich auch für Meisterkurse. Der 17-jährige Matthias Soyka stammt aus Cottbus und besucht derzeit die 11. Klasse des Gymnasiums Schloß Neuhaus. Er spielt unter anderem im Symphonieorchester der Städtischen Musikschule und ist von Haus aus Schlagzeuger. Die Musik will er jedoch nicht zu seinem Beruf machen. „Die Konkurrenz ist dort unglaublich groß“, so der Preisträger. Sandra Urba, die in Litauen geboren ist, erhielt bereits mit sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Sie hat schon zahlreiche Klavierwettbewerbe gewonnen, unter anderem den Nürnberger Klavierwettbewerb 1999, den „kleinen“ Schumann-Wettbewerb in Zwickau 2000 und den Grotrian-Steinweg-Klavierwettbewerb in Braunschweig 2001. Seit 1998 spielte sie zahlreiche Solo- und Begleitkonzerte, wirkte bei Rundfunk- und CD-Produktionen mit und führte mit dem Loh-Orchester Sonderhausen und Landeskapelle Altenburg-Thüringen das Josef Haydn-Concertino und das erste Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven auf.