Im Gespräch mit Bürgermeister Heinz Paus
Standort stärken
Mitte des Monats gibt es eine Premiere. In der Ratssitzung am 17. Juli soll der neue Marketing-Auftritt der Stadt Paderborn beschlossen werden. Warum die Stadt einen neuen Auftritt braucht, wie er aussehen soll und was er bewirken soll - danach fragte das PADERBORN JOURNAL Bürgermeister Heinz Paus. P.J: Der 1998 geborene Slogan "Leben an den Quellen" soll geändert werden. Warum? Das ist nur ein kleiner Teil des neuen Marketing-Auftritts, den wir planen. "Leben an den Quellen" war danach keine schlechte Entscheidung, da der Slogan auf immerhin 200 Quellen in der Stadt Bezug nahm. Das hat keine andere deutsche Stadt zu bieten. Heute im sich verschärfenden Wettbewerb und unter der Zeichen der Veränderungen ist er nach unserer Auffassung nicht wirkungsvoll genug, um alle Lebensbereiche der Stadt, insbesondere den Bereich der Wirtschaft und Technologie, einzubinden. P.J: Kann sich eine Stadt in Zeiten knapper Kassen eine neue Imagekampagne leisten, die sicher viel Geld kostet. Stadt und Wirtschaft werden jeweils 250.000 Euro dafür bereitstellen. Das ist sicher viel Geld. Doch andererseits ist es gut investiertes Geld. Denn Marketing für die Stadt, für die Ansiedlung neuer Unternehmen ist eine wichtige Voraussetzung, um hier neue Arbeitsplätze zu schaffen und damit die Zukunft für die Menschen in unserer Stadt zu sichern. P.J: Wie sieht der neue Marketing-Auftritt aus? Einzelheiten dazu möchte ich nicht verraten, das wird erst Mitte des Monats geschehen. Die Spannung soll erhalten bleiben. Aber wir werden eine professionell vorbereitete Offensive für unsere Stadt starten. Bewährtes und bisher Erfolgreiches wird dabei nicht fehlen, Neues und Provokantes wird hinzukommen. Als ein Teilelement der Kampagne wird unter anderem die Wortbildmarke angepasst. Die Botschaft dieser neuen Wortmarke wird mit guten und überzeugenden Argumenten gestützt. Diese fünf Argumentationslinien werden sich durch das gesamte Binnen- und Außenmarketing der Stadt ziehen. P.J: Was soll diese Vermarktungskampagne bringen? Der neue, wie ich finde überzeugende Ansatz soll nicht nur eine einheitliche Sprache nach innen und außen gewährleisten, sondern soll zugleich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt einbeziehen. Sie sollen motiviert werden, sich positiv für das Image und die Vorzüge der Stadt einzusetzen. Wir wollen die Bürgerschaft, alle Einrichtungen und insbesondere die Wirtschaft zu Werbebotschaftern gewinnen und sie motivieren, sich in eine große Kommunikationskampagne einzubringen. Wenn die Wirtschaft erstmalig gemeinsam mit Politik und Verwaltung bei der Vermarktung an einem Strang zieht, dann wird unsere Botschaft noch mehr gehört werden. In den Werbeauftritten international tätiger Firmen wird Paderborn künftig eine größere Rolle spielen. Das ist fürs Image eine hervorragende Sache und auch für das Selbstbewusstsein der Paderbornerinnen und Paderborner.