Im Paderquellgebiet
Libori-Pfau soll heimisch werden
Bisher war er nur das symbolische Wahrzeichen für das Paderborner Libori-Fest. Fand sich auf Plakaten und Ansteckern wieder. Jetzt soll er als lebendiges Wesen durchs Paderquellgebiet stolzieren: Der Libori-Pfau. Dank der Hilfe und Unterstützung von Johannes Glietz aus Altenbeken-Kempen, der den Pfau der Stadt schenkte, konnte jetzt dieser Versuch gestartet werden. Nach Rücksprache mit Züchtern und dem Fachbereich Veterinärwesen des Kreises Paderborn hat man im Paderquellgebiet die Bedingungen geschaffen, damit das Tier artgerecht leben kann. Zunächst soll es sich in einem etwa 15 Quadratmeter großen Käfig an die Umgebung gewöhnen. Nach kurzer Zeit wird es dann frei durchs Paderquellgebiet laufen. Da das Tier flugfähig ist, kann es auf Bäume ausweichen. Der sechs Jahre alte Pfauenhahn wird zunächst im Käfig von Anwohnern versorgt, später sucht er sich seine Nahrung selbst. Sollte sich das Tier eingewöhnen, wäre es eine Bereicherung und würde insbesondere zu Libori bestens ins Bild passen. 836 soll, so sagt es die Legende, ein Pfau der Delegation voran geflogen sein, die die Reliquien des heiligen Liborius aus dem westfranzösischen Le Mans nach Paderborn brachten. Das Tier soll den Weg gezeigt haben. Zum Andenken daran wird noch heute dem Liborischrein ein Pfauenwedel voran getragen.