Leitlinien für die soziale Arbeit mit Mädchen

Paderborn Vorreiter

Die Anfragen kommen unter anderem aus Düsseldorf, Bonn, Dortmund, Solingen und Soest. Das Interesse an den Leitlinien für die soziale Arbeit mit Mädchen in Paderborn ist groß. Der Paderborner Jugendhilfeausschuss hatte dieses Grundsatzpapier beschlossen und sich damit verpflichtet, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine tatsächliche Gleichberechtigung der Geschlechter zu schaffen. "Mädchen müssen sich in Paderborn ihren Neigungen und Vorstellungen entsprechend mitteilen und entwickeln können. Denn die Förderung von Mädchen ist eine Investition in die Zukunft", heißt es in der Präambel des Papiers. Festgeschrieben werden in dem Papier Standards für die soziale Arbeit mit Mädchen. So sollen Beratungsangebote für spezifische Problemstellungen, wie beispielsweise Schwangerschaft, sexuelle Gewalt und Essstörungen sichergestellt werden. Mädchen sollen befähigt werden, ihre Freizeit aktiv, selbstbestimmt und sinnvoll zu gestalten. Als Ziel der Mädchenförderung bei der Gewaltprävention wird festgelegt, Mädchen präventiv zu stärken und ihr Selbstbewusstsein zu fördern. Stereotype Vorstellungen männlicher und weiblicher Rollen sowie Geschlechterhierachien müssten abgebaut werden, heißt es in den Leitlinien. Um die notwendige Kontinuität und Qualität der Arbeit mit Mädchen gewährleisten zu können, sollte diese in den Händen fest angestellter weiblicher Fachkräfte liegen, wird gefordert. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt verpflichtet sich, das Thema Mädchenförderung als Querschnittsaufgabe zu behandeln. Das bedeutet unter anderem, alle Konzepte, Leitlinien und Empfehlungen auf angemessene Berücksichtigung der Bedürfnisse von Mädchen zu überprüfen. Einmal im Jahr soll eine mehrtägige Fachtagung für Mitarbeiterinnen aus der Mädchenförderung durchgeführt werden, heißt es in dem Papier. Diese Leitlinien sind maßgeblich von der Arbeitsgemeinschaft "Mädchen und jungen Frauen" mit erarbeitet worden und stellen ein Konsenspapier zwischen den freien Trägern der Jugendhilfe und dem Jugendamt der Stadt Paderborn dar. Weitere Infos im Internet unter „www.paderborn.de“.