Runder Tisch Fischerkamp mit allen Beteiligten

Gemeinsamen Weg finden

„Wir wollen einen gemeinsamen Weg finden, um die Einzelhandelsstruktur in Schloß Neuhaus zu verbessern und das war ein erfolgsversprechender Schritt in diese Richtung“. Technischer Beigeordneter Martin Lürwer zog dieses Fazit am Ende einer eineinhalbstündigen Diskussion zum Bebauungsplan SN 235 für das Gebiet Fischerkamp in Schloß Neuhaus. Die zentrale Frage, ob es im Interesse des Gemeinwohls sinnvoll ist, auf dem Gebiet zwischen Kirche, Bielefelder Straße, Fischerkamp und dem Grundstück Westerwinter einen großflächigen Einzelhandel anzusiedeln, war auch danach nicht beantwortet, doch das war auch nicht das Ziel. Fragen und Anregungen sollten alle Beteiligten bei diesem „Runden Tisch“ formulieren. Diese sollen mit in die Ausgangslage eines unabhängigen Gutachtens aufgenommen werden, das vom GfK PRISMA ISTITUT Hamburg bis Ende August erarbeitet werden soll. Nach der Sommerpause wird es den politischen Gremien des Paderborner Rates als Entscheidungsgrundlage dienen. Das Gutachten wird eine ausführliche Ist-Analyse sowie ein Stärken/Schwächen-Profil des Einzelhandelsstandortes Schloß Neuhaus aus quantitativer und qualitativer Sicht vollziehen, Kernfragen beantworten und Empfehlungen geben. Alle Beteiligen – neben Politik und Verwaltung waren Vertreter der Neuhäuser Werbegemeinschaft, des Einzelhandelsverbandes, der IHK, des Investors, Anwohner und der Gutachter mit am Tisch – sprachen sich dafür aus, dass nicht nur das „Fischerkamp-Projekt“ zu betrachten ist, sondern die Einzelhandelssituation in Schloß Neuhaus ganzheitlich untersucht werden soll. Welche Auswirkungen hat der großflächige Einzelhandel auf die bestehende Einzelhandelstruktur? Kann das geplante SB-Warenhaus ein Magnetbetrieb für Schloß Neuhaus sein? Sind Standort und Größe vertretbar? – waren weitere Fragen. Aus Sicht der Anwohner waren es vor allem Befürchtungen zur sinkenden Wohnqualität, Lärm- und Verkehrsbelästigungen und möglichen Beeinträchtigungen für Schulen, Kindergarten und soziale Einrichtungen. Um die Zukunft der ortsansässigen Nahversorger angesichts des Trends zu großen Verkaufseinheiten sowie die Gewichtung zwischen Food/Non Food Sortimenten bei Betreibern von SB-Verbrauchermärkten ging es unter anderem in den Fragen, die der Investor von der GEG-GrundstücksEntwicklungsGesellschaft mbH stellte.