Mehr als 5000 Paderborner werden befragt
Fit für die Zukunft: Sportstadt ermittelt Trends
Dem Sport auf die Sprünge hilft die Sportstadt Paderborn jetzt einmal mehr mit einer neuen Sportverhaltensstudie. Nach 1993 soll in diesem Jahr eine zweite erstellt werden. Damit gehört Paderborn landesweit neben Münster zu den Städten, die dank umfangreicher lokaler Sportverhaltensstudien, die Trends und Wandlungen im Sporttreiben der Bürgerinnen und Bürger wissenschaftlich dokumentieren und damit wichtige Rückschlüsse für die künftige Sportentwicklung ziehen können. Paderborn setzt damit auch bundesweit Maßstäbe, sind doch in den letzten 15 Jahren deutschlandweit gerade einmal etwa 50 Studien zum Sporttreiben entstanden, in den letzten fünf Jahren davon allein 30. Bürgermeister Heinz Paus: „Die Förderung von Sport, Spiel und Bewegung soll der gesamten Bevölkerung innerhalb und außerhalb der Vereine zugute kommen. Damit dieses auch zukünftig unter gewandelten Rahmenbedingungen gelingen kann, führt das Sportamt der Stadt Paderborn diese Befragung durch.“ Insgesamt sollen 5.000 Fragbögen an einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung verschickt werden. Dabei sind zwei Erhebungsphasen im März/April und im Juni/Juli zu je 2.500 Befragten vorgesehen. Die erste Erhebungsphase beginnt bereits am 13. und 14. März. Somit ist es möglich, spezifische Daten zum Sporttreiben im Winter und im Sommer zu erheben. Sportdezernent Wolfgang Walter: Ziel der Studie ist es, einen präzisen Einblick über das Sportverhalten zu gewinnen. Ebenso sollen Wünsche und Anregungen in Hinblick auf Sportstätten und Sportangeboten erfasst werden.“ Gerade in Zeiten knapper und begrenzter Haushalte benötigen Sportpolitik und –verwaltung eine fundierte Datenbasis für die Begründung und Legitimation von Maßnahmen im Rahmen der Sportentwicklungsplanung der Stadt Paderborn. Sportamtsleiter Reinhard Rasch: „Wir wollen Informationen über Art, Umfang und Dauer des Sportreibens, über die Sportaktivenquote, die beliebteste Sportart und die beliebteste Sportstätte gewinnen.“ Fragen, wie häufig bestimmten Freizeitaktivitäten nachgegangen wird, welche Sportarten bzw. Bewegungsaktivitäten betrieben werden, welche Anlagen im Sommer bzw. im Winter benutzt werden oder wie der Zustand der Sportanlage beurteilt wird sollen beantwortet werden. Für die Sportwissenschaftlerin Melanie Braicks, die im Sportamt die Befragung organisiert, hat die jetzt in Angriff genommene zweite Studie besondere Bedeutung. Auf Grundlage einer aktuellen Datenbasis werde es jetzt möglich, eine Trendanalyse im Sportverhalten der Paderborner im Verlauf der letzten zehn Jahre darzustellen. Parallel erfolge durch das Sportamt eine systematische Bestandserhebung aller Sportanlagen in Paderborn. Mit einer differenzierten Analyse des Sportbedarfs der Bevölkerung, könnten in einem weiteren Schritt die Ergebnisse in Form einer Bilanzierung von „Angebot und Nachfrage“ an Paderborner Sportstätten im Rahmen der Sportstättentwicklungsplanung umgesetzt werden. Alle Angaben werden den Datenschutzbestimmungen entsprechend behandelt. Bei den jüngeren Mitbürgern werden die Eltern gebeten, gegebenenfalls beim Ausfüllen des Fragebogens behilflich zu sein. Für Rückfragen stehen Melanie Braicks (Tel. 05251/88-1428) und Reinhard Rasch (05251/88-1461) zur Verfügung. Zusätzlich sind entsprechende Informationen zur Sportverhaltensstudie ab 14. März über das Internet, unter www.paderborn.de, unter der Rubrik „Sport & Freizeit“, abzurufen.