Am Dienstag im Stadtmuseum

Lucia Cors liest

Im “Paderborner Literatur Forum“ liest Lucia Cors am Dienstag, 18. November 2003, kurze Geschichten und Gedichte. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Museum für Stadtgeschichte im Adam+Eva-Haus. Karten gibt es im Vorverkauf (drei Euro/Karte) in den Linnemann-Buchhandlungen. 1932 in Schlesien geboren, kam sie 1945 auf der Flucht mit ihrer Familie nach Westfalen. Sie studierte Pädagogik, Philosophie, Psychologie, Deutsch, Kunst und Religion an der Pädagogischen Akademie in Paderborn. 1965 kam sie als Assistentin für Kunsterziehung an die Pädagogische Hochschule nach Paderborn und war danach Lehrerein für Deutsch, Kunst und Religion an der Realschule in Schloss Neuhaus. Das Schreiben begann 1971 zunächst, um das Trauma von Flucht und Vertreibung zu verarbeiten. Später kam die bewusste Gestaltung der Sprache hinzu. Sie veröffentlichte in Literaturzeitungen und Anthologien, hat eigene Gedichtbände und ein Kinderbuch herausgebracht. Im Rahmen eines Erzählwettbewerbes präsentierte der WDR Köln einige Erzählungen, und 1992 erhielt sie den Literaturpreis der GEDOK für Lyrik in Wiesbaden. Es ist eine leise, unaufdringliche Sprache, die Lucia Cors spricht, und wer sich auf sie einlässt, der spürt bald ihre Eindringlichkeit. Nichts Triviales haftet dieser Lyrik an, die ohne viele Worte Wesentliches erfasst, in der Konkretes und Abstraktes eins sind und durch die Metapher oft ein düsterer Hintergrund des Seins spürbar wird. Der Leser muss sich und den Worten Zeit lassen, um zu hören, was hinter ihnen schweigt.