Paderborns Bürgermeister Heinz Paus und E.ON Westfalen Weser Vorstandsmitglied …

Paderborns Bürgermeister Heinz Paus und E.ON Westfalen Weser Vorstandsmitglied Hans Behringer eröffnen Lichtszenario rund um die Stadtmauer

7 Türme - 7 Lichter: Internationale Künstler setzen Paderborner Stadtmauer in neues Licht

Acht renommierte Künstler haben sich, initiert vom Denkmalpfleger der Stadt Paderborn, gemeinsam mit dem Kurator Prof. Gerhard Auer der „Wiedererweckung“ der Paderborner Stadtmauer gewidmet. Durch das so entstandene Projekt Lichtszenario Stadtmauer Paderborn „7 Türme – 7 Lichter“ wird dieses oft übersehene mittelalterliche Merkmal neu sichtbar gemacht. Jetzt hatte das Lichtszenario Premiere. Paderborns Bürgermeister Heinz Paus eröffnete am Maspernturm die Lichtkunstinstallationen, die brachte die sieben Kunstwerke per Knopfdruck zum Leuchten. Es wird ein ganzes Jahr lang täglich von der Dämmerung bis Mitternacht und in den frühen Morgenstunden zu sehen sein werden. Als erster Turm der Paderborner Stadtmauer wurde der Maspernturm in Szene gesetzt. Künstlerisch gestaltet hat die Inszenierung der französische Maler François Morellet. Er setzt vorwiegend dünne Neonröhren ein, um das Bauwerk zu erleuchten. Zweiter Haltepunkt auf dem späten Kunstbummel entlang der Stadtmauer war der Heiersturm, den der international renommierte Klang- und Lichtkünstler Hans Peter Kuhn mit Licht und Klang erfüllte. Dritte Station war der Busdorfer Turm. Ihn hat der 57-jährige Jakob Mattner ins rechte Licht gerückt. Auch der Lübecker hat sich bei zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA einen Namen gemacht. Den Kasseler Turm haben Achim Wollscheid und Charly Steiger gemeinsam inszeniert. Charly Steiger ist die einzige Frau in diesem Projekt. Sie möchte mit ihren Arbeiten eine Brücke schlagen zwischen einem architektonisch gestalteten Raum und den Bewegungen der Betrachtenden. Auch Achim Wollscheid bezieht sich auf den jeweiligen Kontext seiner Werke und den Betrachter. Der Liboriturm wurde von dem Franzosen Michel Verjux beleuchtet. Der 44-jährige ist Lehrbeauftragter für Arts Plastique an der Université Sorbonne in Paris, wo er auch lebt. Verjux arbeitet mit großen Lichtkreisen und –kegeln, um den Turm und seine Umgebung hervorzuheben. Den Hopheiturm nutzte Daniel Hausig für sein Werk. Die Umstände der Stromerzeugung und –verwendung sind immer wiederkehrende Themen in seiner Arbeit. Dabei lässt er die geschichtliche und räumliche Eindeutigkeit eines Ortes für sich sprechen, ohne beides zu überlagern. Der Braunschweiger Vollrad Kutscher nahm sich des Franziskaner Turms an. Um dem kleinsten der Stadtmauer-Türme zu etwas mehr Größe zu verhelfen, setzte der 48-jährige ihm eine engelsgleiche Installation auf. „Das Lichtszenario ist eine spektakuläre Attraktion, die nicht nur viele Gäste aus nah und fern nach Paderborn locken wird, sondern auch Paderborns Ruf als Kunststadt bekräftigt“, war sich Bürgermeister Heinz Paus nach dem Rundgang sicher. „Auch dieses Projekt belegt mal wieder: Paderborn überzeugt!“ Auch das Vorstandsmitglied von E.ON Westfalen Weser Hans Behringer zeigte sich sehr angetan von den elektrischen Kunstwerken. „Ich möchte gar keins besonders herausheben. Ich finde vielmehr, dass sie alle ihren besonderen Reiz haben und insgesamt ein leuchtendes Beispiel dafür sind, dass gemeinsames Engagement von öffentlicher Hand und privaten Sponsoren etwas Reizvolles auf die Beine stellen können.“ Die Tourist Information Paderborn bietet zum Lichtszenario an verschiedenen Terminen Führungen an. Information dazu gibt es bei der Tourist Information. Das gemeinsame Projekt von Stadt Paderborn, dem Hauptsponsor E.ON Westfalen Weser sowie den Co-Sponsoren Zumtobel Staff, Leuchtenhersteller aus Lemgo, und KOMMA, Werbeagentur aus Paderborn, geht zurück auf einen Wettbewerb des Landes NRW. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Paderborn reichte beim Landeswettbewerb „Lichtprojekte im öffentlichen Raum“ das Konzept „7 Türme 7 Lichter“ des Braunschweiger Kurators Prof. Gerhard Auer begleitet von einer Anamnese über die Stadtbefestigungsanlagen ein und bekam neben zwei anderen Entwürfen eine privilegierte Förderungszusage. Insgesamt waren über 50 Anträge eingereicht word Die Leitidee des Konzepts ist die „Wiedererweckung eines verschwundenen Stadtmerkmals.“, so Professor Auer. Die Wahl fiel auf die Stadtmauer, „die das Musterbeispiel einer architektonischen Großform ist, die nur noch in wenigen Resten vorhanden ist, gleichwohl aber weiter existiert.“ Die künstlerische Herausforderung war es, die Bedeutung dieses Symbols wiederherzustellen und sichtbar zu machen. Dabei wurden zunächst die noch vorhandenen sieben Türme der Stadtmauer als Kunstprojekte herausgestellt. In späteren Schritten könnten die bestehenden Reste der Mauer, die überwachsen oder umbaut sind, freigelegt und illuminiert und die ganze Stadtmauer durch Lichtspuren sichtbar gemacht werden. Ausstellung der Entwürfe bot Vorschau auf das echte Lichtszenario