Paderborn gründet Bürgerstiftung

Signal setzen

"Wir wollen ein Signal setzen und erreichen, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaftsunternehmen der Stadt mehr Mitverantwortung für die Gestaltung des Gemeinwesens übernehmen." Mit diesen Worten brachte Bürgermeister Heinz Paus das Anliegen der Bürgerstiftung Paderborn bei ihrer Gründung am Mittwochabend im Neuhäuser Schloss auf den Punkt. Die Stiftung, die mit einem Grundstockvermögen von 2,6 Millionen Euro zu den größten von Städten initiierten Stiftungen bundesweit gehört, verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke in den Bereichen Jugend- und Altenhilfe, Wohlfahrtswesen (Bereich Soziales), Sport und Kultur. Regierungspräsident Andreas Wiebe übergab dem Paderborner Bürgermeister die Anerkennungsurkunde. Wiebe betonte, dass gerade in der heutigen Zeit weniger eine Kultur der Staatlichkeit gebraucht wird. "Wir brauchen mehr Zivil-, mehr Bürgergesellschaft", so der Detmolder Regierungspräsident. Diese Bürgerstiftung sei ein kleiner Schritt in diese Richtung. Zum Vorsitzenden des 15köpfigen Kuratoriums, einer Art Aufsichtsrat des Gremiums, wurde Prof. Dr. Wolfgang Weber gewählt, sein Stellvertreter ist Detlef Klaholt-Heiermeier. Dem dreiköpfigen Stiftungsvorstand gehören Wolfgang Walter, Beigeordneter der Stadt Paderborn, Johann Behringer, Vorstandsmitglied E.ON Westfalen Weser AG und Ulrich Mettenmeier, Geschäftsführer Mettenmeier Unternehmensgruppe, an. Geschäftsführer der Stiftung ist Bernhard Hartmann. Die Stiftung sieht sich nicht in Konkurrenz zu Staat und Kommune und will auch nicht deren Aufgaben übernehmen. Sie möchte das städtische Angebot ergänzen und modellhafte Initiativen auf den Weg bringen. Die Stadt habe für diese Stiftung den Impuls gegeben, jetzt müssten möglichst viele Zustifter gewonnen werden, so Bürgermeister Heinz Paus, der in dieser Hinsicht nach bereits geführten Gespräche optimistisch ist.