Kinder-Kunst in der Paderborner Stadtverwaltung

Immer den Füßchen nach...

Wer in Paderborns Stadtverwaltung am Abdinghof derzeit den auf den Boden geklebten bunten Fußabdrücken folgt, kommt direkt ins Einwohneramt. Nun ist das kein Werbegag, um mehr Personalausweise an den Mann oder die Frau zu bringen. Die Tapsen, kaum größer als eine Hand, stammen von Mädchen und Jungen aus Kindergärten der Stadt. Sie weisen den Weg in ihre Ausstellung im Einwohneramt. Kinder aus 14 städtischen Kindergärten zeigen dort und auch auf den Fluren noch bis zum 31. Oktober ihre Kunst. Da grüßt der bunte Pappkamerad, sieht man originelle Schuhe oder defekte Toaster, Schreibmaschinen, Kaffeemaschinen, die von den Kindern in kreative Kunstobjekte verwandelt wurden. "Diese Ausstellung gibt einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältige pädagogische Arbeit der städtischen Kindertageseinrichtungen", so Beigeordneter Wolfgang Walter. Das alles spreche für die Fantasie und den Einfallsreichtum der Kinder, die so manchem Verwaltungsflur vom Alltagsgrau befreiten, lobte der Jugenddezernent zur Eröffnung der Ausstellung das Engagement der Mädchen und Jungen. Die städtischen Kindertageseinrichtungen erfüllten mit solchen Aktionen ihren Bildungsauftrag. Die sich daraus ergebende eigenständige Bildungsarbeit sei aufgrund der Bedeutsamkeit auch im Leitbild dieser Einrichtungen fest verankert. Der Beigeordnete betonte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Kindertageseinrichtungen mit der Leitbildentwicklung einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung geleistet haben. Anregungen holten sich die jungen Künstler von den ganz Großen. Ob Hundertwasser oder Miro´ - sie ließen deren Werke auf sich wirken und verarbeiteten Eindrücke daraus. Dass sogar ein Elternnachmittag Kunstwerke hervorbringen kann, zeigte sich in der Kindertagesstätte Wiesengrund. Dort gestalteten Eltern und Kinder phantasievolle Familienbilder zum Thema Indianer, die auch ausgestellt sind. Bei dieser Aktion zeigte sich, dass ein Elternnachmittag mit der Wahl der Elternvertreter nicht immer nach dem üblichen Schema ablaufen muss und durch dieses originelle Angebot regen Zuspruch fand. Kooperiert haben die städtischen Kindertageseinrichtungen auch mit der Städtischen Galerie und anderen Institutionen. Dabei wurde unter anderem die Janosch-Ausstellung besucht. In der Galerie konnten die Kinder mit den Mitarbeiterinnen der Galerie Bilder gestalten. Außerdem wurde das Thema in den Einrichtungen nochmals aufgearbeitet. Für weitere Fragen und Anregungen stehen die Leiterinnen und Leiter der städtischen Kindertageseinrichtungen nach Absprache gerne zur Verfügung.