Stadt Paderborn auf den Winter gut vorbereitet
Damit keiner ins Rutschen kommt
Damit der Straßenverkehr nicht ins Rutschen kommt, hat sich die Stadt Paderborn bereits im intensiv auf den bevorstehenden Winterdienst vorbereitet. Die Rufbereitschafts- und Winterdiensteinsatzpläne wurden aktualisiert, Winterdienstfahrzeuge und –geräte überprüft und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend eingewiesen. Wenn jetzt die Kälte einsetzt, stehen unter der Regie des für den Winterdienst zuständigen Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes Paderborn (ASP) etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Fachämter und Eigenbetriebe für den Winterdienst bereit. 1.100 Einsatzstellen, wie Zebrastreifen, Bushaltstellen oder Treppen, die geräumt und gestreut werden müssen, stehen auf der Einsatzliste, nicht zu vergessen die Straßen und Radwege: ASP-Werkleiter Reinhard Nolte: „Im gesamten Stadtgebiet werden bei Eisglätte und Schnee etwa 2.000 Straßenkilometer geräumt und 745 Kilometer mit Salz und Split gestreut". Hinzu kämen etwa 150 Kilometer Radwege sowie Überwege und Fußgängerzonen. Dafür sei ein Vorrat von 600 Tonnen Salz, 250 Tonnen Split und 60.000 Litern Feuchtsalz am Zentraler Bau- und Betriebshof, An der Talle, eingelagert worden. Nachdem die städtischen Fahrzeuge, wie Großkehrmaschinen, Lkw’s, etc., durch Aufbau von modernen Streuautomaten und Schneepflügen umgerüstet worden sind, stehen dann 15 Groß- sowie 27 Kleinfahrzeuge für den Winterdienst zur Verfügung. Um diese Mammutaufgabe zu bewältigen, arbeiten beim Winterdienst unter der Organisation und Koordination des ASP die verschiedensten städtischen Ämter und Eigenbetriebe zusammen. Meldet die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes, dass sich Minusgerade oder gar Schneefall abzeichnen, wird Rufbereitschaft angeordnet. Ab 3 Uhr morgens werden die Witterungsverhältnisse in Augenschein genommen, bei Schnee und Glätte schwärmen bereits um 4.00 Uhr die Winterdienstfahrzeuge und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus, damit um 7 Uhr der Berufs- und Schulverkehr rollen kann. Dabei wird nach einem differenzierten Räum- und Streuplan mit verschiedenen Dringlichkeitsstufen vorgegangen, bei dem die Hauptverkehrsstraßen an erster Stelle stehen. Dr. Dietmar Regener, stellvertretender Werkleiter beim ASP und einer der technischen Einsatzleiter für den Winterdienst: „Ziel ist es, die Glätte möglichst vollständig zu beseitigen, trotzdem können wir keinen Rund-um-Schutz bieten. Wir bitten daher alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrzeuge rechtzeitig wintertauglich auszurüsten, insbesondere mit Winterreifen, und ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen.“ Gestreut wird mit Trockensalz, dem eine Feuchtsalzlösung zugemischt wird. Sie soll die Tauwirkung zusätzlich verstärken. Außerdem haftet Feuchtsalz besser auf der Fahrbahn und wird nicht so stark durch den Wind abgetragen. Durch den Einsatz modernster Aufsatzstreuer kann die Salzmenge entsprechend den Fahrbahnverhältnissen optimal eingestellt werden. Parallel zum Winterdienst gehen natürlich die täglichen Arbeiten der städtischen Ämter wie gewohnt weiter. Auch hier konnten sich die Bürgerinnen und Bürger im letzten Winter darauf verlassen, dass der ASP die Mülltonnen pünktlich geleert hat. Trotzdem wird an dieser Stelle darum gebeten dass, wenn die „Eiszeit“ Paderborn in Griff hat, gerade den Mitarbeitern der Müllabfuhr bei der Bereitstellung der Tonnen entgegen zu kommen. Denn damit die Abfuhr reibungslos funktioniert, sollten die Mülltonnen nicht erst über Schnee- und Eisberge zur Leerung gehoben werden müssen. Bestimmt findet sich in der Nähe eine freigeräumte Einfahrt oder ähnliches, wo die Tonnen zur Leerung bereitgestellt werden können. Jeden Winter aufs Neue fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger, welche Pflichten sie selbst bei der Räumung von Eis und Schnee direkt vor Ihrer Haustür haben. So müssen die Anlieger die an ihre Grundstücke angrenzenden Gehwege bzw. die gemeinsamen Geh- und Radwege in einer für den Verkehr erforderlichen Breite (möglichst mindestens 1,20 Meter) von Schnee räumen bzw. streuen. Als Gehwege zählen zudem auch Fahrbahnränder von Straßen ohne einen erkennbar abgeteilten Gehweg, dort ist dann von den Anliegern in einer Breite von einem Meter zu räumen bzw. zu streuen. Von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte zu beseitigen. Nach 20 Uhr muss nicht geräumt und gestreut werden, aber spätestens um 7 Uhr morgens, sonn- und feiertags um 9 Uhr, müssen Schnee und Glätte beseitigt sein. Eine Winterdienstbroschüre, in der die Winterpflichten ausführlich dargestellt sind, wird in diesem Winter an alle Paderborner Haushalte verteilt. Sie enthält außerdem Tipps, wie jeder sich sinnvoll auf den Winter vorbereitet und kalten Überraschungen vorbeugt. Man kann sich darüber hinaus auch im Internet unter "www.asp-paderborn.de" oder persönlich beim ASP informieren. Das Service-Center hat montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet und ist telefonisch unter PB 88-17 10 zu erreichen.