Stadt Paderborn ehrt ihre Schriftsstellerin
Jenny-Aloni-Weg im Paderquellgebiet
"Jenny Aloni steht exemplarisch für Menschen, die gehen mussten. Jenny Aloni ist mit ihrem Werk zurückgekehrt, um als Schriftstellerin nachfolgenden Generationen Bericht zu geben." Mit diesen Worten zeichnete Josef Hackfort, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn, den Lebens- und Schaffensweg der in Paderborn geborenen Schriftstellerin bei der Namensgebung des Fußweges durch das Paderquellgebiet nach. Der 1939 nach Israel übersiedelten Frau, die damit der Judenverfolgung durch die Nazis entging und in Israel ein reichhaltiges literarisches Schaffen entfaltete, widmet die Stadt Paderborn den Weg, der dort entlang führt, wo einst das ihr Elternhaus stand. Die Namensgebung fand am 7. September statt, dem Tag, an dem Jenny Aloni, geborene Rosenbaum, 86 Jahre alt geworden wäre. Für die Kulturpreisträgerin der Stadt war ein wichtiges Motiv ihres Schaffens "einer späteren Generation Bericht geben" zu wollen. Ein Teil davon, der erzählend Zeugnis gibt von den Eindrücken und Erlebnissen aus den 30er Jahren, befasst sich mit ihrer Geburtsstadt Paderborn. Prof. Dr. Hartmut Steinecke, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Jenny-Aloni-Archivs e.V., erinnerte bei der Namensgebung an die große Ausstellung über Jenny Aloni, die 1980 im Gymnasium St. Michael stattfand, der Schule, die auch sie selbst besucht hatte. Er dankte allen, dazu beigetragen hatten, dass diese Namensgebung möglich wurde und nannte dabei Josef Hackfort, der sich besonders engagiert hatte. Neben dem Schild mit Erläuterungstext erinnert auch ein Gedenkstein am Quellteich der Pader an der Bachstraße an die Schriftstellerin.