Vom 17. bis 25. April in Paderborn
Lunapark-Kirmes im 85. Jahr
Er ist nun schon im 85. Jahr, doch zur Ruhe setzen will er sich noch lange nicht. Ganz im Gegenteil. Der Paderboner Lunapark kommt eher nach dem Motto "Je oller, desto doller" daher. Auch in diesem Jahr geht beim Auftakt der Paderborner-Kirmessaison so richtig die Post ab. Auf das kirmeshungrige und vom Winter entwöhnte Publikum warten vom 17. bis zum 25. April auf dem Paderborner Maspernplatz eine ganze Menge Attraktionen. Mehr als 60 Schausteller sorgen auf der knapp einen Kilometer langen Kirmesfront beim Paderborner Lunapark für Abwechslung. Die Höhepunkte der Frühjahrskirmes sind dieses Jahr der "Break dancer" mit seiner rasanten Fahrt, die "Power Welle", das nostalgische Wellenflug-Karussell mit unübertroffener Fahrweise und auch der "Gruselpalast" mit seinem Labyrinth von dunklen Gängen. Unter der Rubrik „Bekannt und bewährt“ rollen auch in diesem Jahr wieder "Musik-Express" sowie der "Auto-Scooter". Mit der „Herforder Bodenmühle“, „Timmys Zeit Reise“ und dem „Kindersportkarussell“ sind nur drei Fahrgeschäfte genannt, die die Augen der jüngsten Kirmesbesucher zum Glänzen bringen dürften. Darüber hinaus hat die Stadt Paderborn wieder attraktive Imbiss- und Ausschankgeschäfte, Verlosungen, Ausspielungen, Schiesswagen und Süßwarenverkäufe für die familienfreundliche Kirmes zusammengestellt. Insbesondere für die auswärtigen Besucher empfiehlt die Stadt Paderborn die Parkhäuser Neuhäuser Tor und Rolandsweg sowie den Parkplatz Maspernplatz-Ost. Das Parkhaus Neuhäuser Tor ist montags bis samstags von 6.30 bis 3 Uhr des darauf folgenden Tages sowie sonntags von 10 bis 3 Uhr geöffnet. Die Parkpalette am Rolandsweg hat für den Lunapark länger geöffnet. Dort kann in der Lunapark-Woche bis 22.30 Uhr geparkt werden. Werktags ist sie ab 7 Uhr, sonntags ab 10 Uhr geöffnet. Mit nur 0,20 Euro pro Stunde kann dort äußerst preiswert geparkt werden. Bei Bezahlung mit der EC-Karte gibt's sogar noch 20 Prozent Nachlass. Zum ersten Mal fand die Kirmes vom 18. bis 25. April 1920 auf dem Konviktsplatz am Heierswall statt. Die Frühjahrskirmes hatte und hat bis heute ihre Bedeutung als erste Verdienstmöglichkeit für die Schausteller nach der Winterpause. Sie wird außerdem stärker von örtlichen Fahrgeschäften frequentiert als das auch überregional attraktive Liborifest. Was nach dem ersten Weltkrieg als "Große Volksbelustigung zum Besten der Kriegsbeschädigten-Vereinigung" begann, wurde im Mai 1946 mit dem ersten Lunapark nach dem zweiten Weltkrieg auf dem Schützenplatz fortgesetzt. 1965 entschied der Rat der Stadt Paderborn, den Lunapark in eigener Regie fortzuführen. Durch die Koordinierung mit Libori und Herbstlibori könnte eine attraktivere Gestaltung erreicht werden, war die damalige Begründung. Mittlerweile hat sich der Lunapark bei jung und alt zu einer festen Größe entwickelt. Auch beim diesjährigen Lunapark dürfte die Anziehungskraft für diesen Kirmesauftakt ungebrochen sein.