NRW-Bildungsvereinbarung Thema in Städtische Kindergärten
"Musste das denn schon wieder sein?"
Die NRW-Bildungsvereinbarung ist zur Zeit Thema in den Kindergärten der Stadt Paderborn. Etwa 50 Erzieherinnen und Erzieher nahmen an einer Fortbildung zu dieser Vereinbarung im Rathaus teil. Dabei erfuhren sie von Rainer Strätz vom Sozialpädagogischen Institut Köln – Landesinstitut für Kinder, Jugend und Familie - Einzelheiten zu der von den Spitzenverbänden der freien und öffentlichen Wohlfahrtspflege und den Kirchen als Trägerverbänden der Tageseinrichtungen für Kinder mit dem Land geschlossenen Vereinbarung. Erläutert wurde dabei das Konzept der frühkindlichen Bildung. "Musste das denn schon wieder sein?", fragte Rainer Strätz eingangs und spielte auf die Notwendigkeit dieser Vereinbarung an. Früher interessierten Plätze und Öffnungszeiten, seit der PISA-Studie interessiere Eltern verstärkt das, was drinnen passiert, stellte der Redner fest. Diese Vereinbarung lege großen Wert auf die Rechte und Pflichten der Eltern und schreibe den familienergänzenden Auftrag der Tageseinrichtungen fest. Deutlich wurde auch, dass der Elementarbereich ein eigenständiger Bildungsbereich ist, dessen Aufgaben sich nicht einfach von denen der Schule ableiten lassen. Vielmehr ist es die Aufgabe der Kindertageseinrichtung, am Kind ausgerichtete Bildungsprozesse zu den unterschiedlichen Bildungsbereichen zu initiieren. Als Ziel wird besonders hervorgehoben, die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Die Ausführungen der Bildungsvereinbarung sind ein zentrales Thema im Rahmen der Erarbeitung einer Konzeption in den städtischen Kindertageseinrichtungen.