Stadt und Westfälische Provinzial beugen "Lochfraß" vor

Keine nassen Füße mehr

Damit keiner mehr nasse Füße bekommt und keine Vorstellung buchstäblich ins Wasser fällt, haben das Gebäudemanagement der Stadt Paderborn und die Westfälische Provinzial jetzt vorgebeugt. Mit der Installation einer neuen Korrosionsschutzanlage in der Paderhalle sind künftig die Wasserversorgungsleitung der Halle besser gegen Rost und Korrosion geschützt. Nach einem Großschaden, bei dem das ausgetretene Wasser den Unterboden mit der Bühnentechnik in Mitleidenschaft gezogen hatte, war hier dringender Handlungsbedarf geboten. Spezialisten der Westfälischen Provinzial erarbeiteten anhand des individuellen Schadenprofils gemeinsam mit den Experten beim Gebäudemanagement der Stadt Vorschläge zur sicheren Betriebsweise der Wasserversorgungsleitungen. Installiert wurde ein sogenanntes„Tiptal-Verfahren“. Es schließt die Innenkorrosionsschäden von Metallleitungen aus, indem die elektrochemischen Reaktionen zwischen dem Wasser und der Innenwand der Rohre unterbunden werden. Die Kosten der von der Provinzial geförderten Anlage betragen etwa 15.000 Euro. Zufrieden zeigten sich bei einem Ortstermin alle Beteiligten. „Jetzt können teure Wasserschäden verhindert werden“, freute sich Joseph Vögele, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadthallenbetriebsgesellschaft. Man habe eine Lösung gefunden, die die Betriebssicherheit der Halle in hohem Maße gewährleiste, zeigte sich auch Dr. Maria Rodehuth, Geschäftsführerin der Stadthallenbetriebsgesellschaft, erfreut. Mit der neuen Anlage lasse sich eine aufwendige Neuinstallation vermeiden, erläuterte Provinzial-Geschäftsstellenleiter Thomas Kuhlmann. Auf weitere Vorteile dieser Technik ging Chemiker Dr. Georg Scholzen von der Westfälischen Provinzial ein. Selbst vorgeschädigte Rohrleitungen könnten durch diese Technik noch mindestens 30 weitere Jahre ihren Dienst tun, so Scholzen.