Keine Behinderungen für Autofahrer
Letzte Etappe bei der Sanierung des Schmutzwasserkanals "Stadtheide"
Der 6. Bauabschnitt der Sanierung des Schmutzwasserkanals "Stadtheide" hat begonnen. Die Maßnahme wird im Auftrag des Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (STEB) von der Firma Fecke aus Kretzschau ausgeführt. STEB-Mitarbeiter Hans Heinrich Wanko: „Die neue Kanaltrasse beginnt in der Mährenstrasse an der Einmündung Salierstrasse und verläuft bis zum Springbach im seitlichen Grünstreifen. Dadurch können wir Behinderungen des Straßenverkehrs insbesondere für die Anlieger ausschließen.“ Der Kanal mit einem Durchmesser von 80 cm kreuzt den Springbach rechtsseitig der Brücke in der Mährenstraße und verläuft dann entlang des Springbachs im vorhandenen Geh- und Radweg bis zur Detmolder Straße. Dieser Weg muss während der Bauzeit gesperrt werden. Mit den Bauarbeiten der 700 Meter langen Trasse wird an der Kreuzung Mährenstraße/Salierstrasse begonnen. Es ist eine Bauzeit bis zum September 2004 vorgesehen. Mit dem Bau des 6. Abschnitts wird die vorhandene und hydraulisch überlastete Schmutzwasserkanalisation in der Detmolder Strasse und der Strasse „Auf der Sühle“ saniert. Hier war es in der Vergangenheit häufiger zu Belästigungen der Anlieger durch Rückstau gekommen. Die Kanalbaumaßnahme wird mit drei weiteren Baumaßnahmen der Stadt koordiniert: mit dem Ausbau der Mährenstrasse, der Erneuerung des Fuß-und Radweges entlang des Springbachs sowie mit einer naturnahen Böschungserneuerung des Springbachs. Mit dem 6.Bauabschnitt wird das Gesamtprojekt „Sanierung Schmutzwassersammler Stadtheide“ abgeschlossen. Begonnen hatte die gesamte Maßnahme an der Hans-Humpert-Strasse. Der Schmutzwassersammler Stadtheide nimmt das Schmutzwasser der Gebiete Stadtheide, Goldgrund, Dörener Feld, Marienloh, Benhausen und Neuenbecken auf und ist einer der großen Hauptsammler des Paderborner Kanalnetzes. STEB-Werkleiter Raimund Prenger: „Wir haben das gesamte 929 Kilometer umfassende städtische Kanalisationsnetz hinsichtlich seiner hydraulischen Leistungsfähigkeit berechnen lassen.“ Das Ergebnis ist im Zentralentwässerungsplan ZEP zusammengefasst. Im ZEP wurde die Notwendigkeit der Sanierung des Sammlers Stadtheide nachgewiesen. Raimund Prenger: "Die Sanierung ist ein wichtiger Beitrag für die weitere Entwicklung Paderborns." Der 1. bis 5. Bauabschnitt wurde von Oktober 2002 bis Mai 2003 hergestellt und brachte eine deutliche Entlastung der bisherigen Situation. Die Baukosten der 1.085 Meter langen Trasse betrugen 2,14 Millionen Euro. Im Rahmen der Vorplanung wurden mehrere Lösungsmöglichkeiten entwickelt und anhand eines Variantenvergleichs bewertet. Die qualitätssichernden, ökologischen und umweltrelevanten, sowie wirtschaftliche Faktoren wurden bei den verschiedenen Varianten mit einbezogen. Innerhalb der so ausgewählten Trasse mussten technisch sehr schwierige und ökologisch sensible Teilabschnitte hergestellt werden. Zunächst musste der Rothebach am Schützenweg gekreuzt werden. Hans Heinrich Wanko: „Dafür haben wir einen Bereich gewählt, bei dem durch Windbruch der vorhandene Baumbestand geschädigt war. So konnte die Kreuzung ohne größere Eingriffe in die Vegetation hergestellt werden.“ Gleichzeitig wurde der Gewässerzustand dadurch verbessert, dass ein oberhalb der Bachkreuzung vorhandener dreistufiger betonierter Bachverbau mit einem 50 cm hohen Sohlabsturz beseitigt und durch eine naturnahe Sohlgleite neu gestaltet wurde. Besonders aufwendig war die Kreuzung der Bahngleise entlang der Nordstraße. Eine Bauweise mit offener Baugrube kam hier nicht in Frage. Deshalb wurde eine unterirdische Horizontalbohrung für die Rohrverlegung ausgeführt. Dazu wurde auf dem Bahngelände eine Startgrube angelegt, von der aus in zwei Richtungen der Rohrvortrieb erfolgte. Diese Arbeiten wurden im Dez.2002 und Januar 2003 durchgeführt. Die Horizontalbohrung endet an der Kreuzung Salierstrasse/ Mährenstrasse, ab der sich der jetzt der letzte 6. Bauabschnitt fortsetzt.