Donnerstag, 19 Uhr, im Rathaus

Liborius-Wichart-Vortrag von Klaviermusik umrahmt

Am 30. April 1604 endete mit der Hinrichtung von Bürgermeister Liborius Wichart die Auseinandersetzung zwischen Stadt und Landesherr, die als „Kampf um Paderborn“ in die Paderborner Geschichtsschreibung eingegangen ist. Aus diesem Anlass laden die Stadt Paderborn und der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn, zu einer Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 29. April, um 19 Uhr, in den Großen Rathaussaal ein. Den Festvortrag hält der Historiker Prof. Dr. Heinrich Schoppmeyer (Witten), seinem Referat hat er den Titel „Liborius Wichart und Paderborn“ gegeben. Umrahmt wird der Vortrag von Klaviermusik. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Heinz Paus ist Sandra Urba am Flügel zu erleben. Die 1987 in Vilnius (Litauen) geborene Schülerin der Städtischen Musikschule Paderborn hat in ihrer noch jungen Karriere schon zahlreiche Wettbewerbe und Auszeichnungen gewonnen, darunter den Bundespreis des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und den „Ibach-Preis“. An diesem Abend spielt Sandra Urba Preludium und Fuge Nr. 6 d-moll aus „Das wohltemperierte Klavier II“ von Johann Sebastian Bach. Zum Abschluss des Abends spielen Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke und Bertold Wicke die vierhändige Klavier-Fassung „Tabula rasa“ von Paul Hindemiths Sinfonie „Mathis der Maler“. Die vierhändige Klavierfassung macht Hindemiths Struktur des musikalischen Materials hörbarer als die Orchesterfassung, denn das Klavier wird im wahrsten Sinne des Wortes als „Schlaginstrument“ eingesetzt. Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, der an diesem Abend als Pianist zu erleben ist, ist Professor für Evangelische Theologie an der Universität Paderborn, die gemeinsam mit der evangelischen Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Paderborn am Freitag, 30. April, ein Symposium unter dem Titel „Liborius Wichart und die Folgen“ veranstaltet.