Bund der Steuerzahler bestätigt:

Paderborn überzeugt auch durch niedrige Gebühren

Paderborn bietet seinen Bürgern im Vergleich zu anderen Kommunen weiterhin besonders günstige Gebühren. Das bestätigt der Bund der Steuerzahler NRW e.V. (BdSt) in seiner neuen Gebührenumfrage. Bürgermeister Heinz Paus: "Trotz zum Teil deutlicher, nicht durch uns beeinflussbarer Kostensteigerungen wie "wilder Müll" und steigende Kraftstoffpreise konnten wir die Gebühren in Paderborn in den letzten zwei Jahren auf niedrigstem Niveau stabil halten. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Zukunft trotz absehbarer weiterer Kostenaufwendungen im Entsorgungsbereich keinen Vergleich mit anderen Städten scheuen müssen und durch gute, günstige Leistung überzeugen." Seit über sieben Jahren gibt auch der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn - kurz ASP - alljährlich seine aktuellen Gebühren beim Bund der Steuerzahler an, die diese zu Vergleichszwecken einander gegenüberstellen. Den Berechnungen des Bundes wird ein Musterhaushalt von vier Personen, Eigenkompostierung ohne Biotonne und keine Sperrgutabfuhr zugrunde gelegt. Der vom BdSt errechnete Durchschnittswert, den dieser Musterhaushalt in NRW für die Abfallentsorgung bezahlen muss, betrug im letzten Jahr 146,19 Euro pro Jahr. Dieser Wert wurde von Paderborn mit 74 Euro (80l Restmülltonne, 14-tägige Abfuhr mit Eigenkompostierung) erneut um über 50 Prozent unterschritten. Er liegt sogar noch unter den vom BdSt besonders gewürdigten Kommunen wie Ahlen (Kreis Warendorf) mit 77,03 Euro , Soest mit 80 Euro und Mühlheim/Ruhr mit 82,83 Euro. Auch beim 120-Liter-Restmüllgefäß unterschreitet Paderborn mit 91Euro Jahresgebühr die vom BdSt benannten günstigsten Kommunen wie Ostbevern im Kreis Warendorf (103,50 Euro) Merzenich im Kreis Düren (109 Euro) und Bocholt im Kreis Borken mit 120 Euro. Allerdings bleibt fragwürdig, wieso erneut eine relativ selten gewählte Entsorgungsmöglichkeit bei dieser Umfrage verglichen wurde. Reinhard Nolte: "Immerhin nutzen in Paderborn fast 98 Prozent der Haushalte die Biotonne!" Auch hier erhalten die Paderborner sowohl im regionalen als auch im überregionalen Vergleich durch den ASP äußerst günstige Entsorgungsdienstleistungen. Beispielsweise kostet das kleinste Entsorgungspaket für vier Personen mit Biotonne in Paderborn, einschließlich zusätzlicher Angebote wie Altpapierentsorgung, Nutzung der Recyclinghöfe und umfangreiche Schadstoffentsorgung lediglich 83 Euro im Jahr. Die Gebühren für diese Leistungen liegen im Durchschnitt der kreisangehörigen Gemeinden Paderborns bei 146,19 Euro und in vergleichbaren Kommunen wie in Minden bei 135 Euro, Bielefeld bei 162,48 Euro oder Siegen mit 216 Euro im Jahr. Mit dem 1.Juni.2005 tritt bundesweit das abfallrechtliche Verbot in Kraft, Siedlungsabfälle ohne Vorbehandlung zu deponieren, wodurch es ab Mitte nächsten Jahres zu deutlich höheren Kosten für die Entsorgung der Abfälle durch den Kreis Paderborn kommen wird. "Da die Entsorgungskosten die städtischen Abfallgebühren wesentlich beeinflussen, wird es zwangsläufig auch hier in absehbarer Zeit zu einer entsprechenden Anpassung kommen müssen," erklärt Werkleiter Reinhard Nolte. Außerdem sei momentan das europaweite Ausschreibungsverfahren für die Leistungen des DSD (Abfuhr gelber Wertstoffsack) noch offen und die Auftragsvergabe für das Kreisgebiet Paderborn noch nicht erfolgt. Das für Ende August zu erwartende Ergebnis hat eventuell auch Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Ergebnisse des ASP in den kommenden Jahren. Antworten rund um Fragen zu den Dienstleistungen des ASP gibt es im ASP Service-Center montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr (88-17 10) oder rund um die Uhr im Internet unter www.asp-paderborn.de.