Rolandsbad-Gesprächsrunde bei Bürgermeister Heinz Paus
Gremium begleitet Planung
Ein Gremium wird neben dem zuständigen Ausschuss des Rates die künftige Planung des Rolandsbades begleiten. Darin sollen neben externen Experten und Vertretern der Stadt auch zwei Mitglieder des Vereins "Rettet das Rolandbad" sowie ein Vertreter der Anlieger mitarbeiten. Das ist ein Ergebnis der Gesprächsrunde, zu der Bürgermeister Heinz Paus Mitglieder des Vereins eingeladen hatte. Die Vereinsmitglieder und Anlieger können somit ihre Vorstellungen einbringen und erhalten Zugang zu allen Informationen, die das Bad betreffen. Heinz Paus sicherte zu, dass in diesem Jahr nicht mit dem Abriss des Bades begonnen werde. Es sei vorgesehen, die endgültige Entscheidung über die Planung in der ersten Sitzung des neu zu wählenden Werksausschusses Bäderbetriebe nicht vor Ende des Jahres zu treffen. "Qualität geht vor Tempo", sagte der Bürgermeister in der Gesprächsrunde, an der auch Vertreter des Staatlichen Amtes für Umwelt- und Arbeitsschutz, Lärmschutzgutachter Prof. Hans-Dieter Schleif sowie der für die Planung zuständige Architekt Andreas Bremer teilnahmen. Um allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt die Möglichkeit für eine umfassende Information zu geben, lädt der Bürgermeister am Freitag, 27. August, um 19 Uhr in den Schützenhof in der Nähe des Rolandsbades zu einer Bürgerversammlung ein. Der Verein, der durch Beate Bliedung, Irene Varlemann, Uli Lüthen und Gabi Abe vertreten wurde, machte deutlich, dass er eine Sanierung des Bades ohne grundlegende Änderung der Anordnung der Becken für möglich hält. Irene Varlemann wies als Rechtsanwältin des Vereins auf die Möglichkeit hin, eine formelle Genehmigung der alten Anlage nachträglich durchzuführen. Darüber hinaus sei die Option einer Sanierung nicht konsequent geprüft, sondern voreilig auf einen Neubau hin geplant worden. Eine Reduzierung der Wasserfläche sei nicht hinnehmbar. Bürgermeister Heinz Paus unterstrich, dass vielfach nicht bekannt sei, in welchen Zwängen die Stadt beim Rolandsbad stecke. Das Bad, in den sechziger Jahren üblicherweise ohne Baugenehmigung errichtet, entspreche heute nicht mehr den Anforderungen, insbesondere des Lärmschutzes. Wenn das Bad für die nächsten 30 bis 40 Jahre zukunftsfähig gemacht werden soll, müsse dies angesichts der Investitionskosten auf einer sicheren bauordnungsrechtlichen Basis geschehen. Eine Wert- und Substanzverbesserung, in die auch Wünsche der Badegäste eingeflossen seien, führe nur über eine Baugenehmigung auf Basis der heutigen Rechtslage. Um die dafür nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erforderlichen Richtwerte zu erreichen, habe man die Becken umgeplant und damit aktiven Lärmschutz betrieben.