Stadt Paderborn mit Vorreiterrolle
Viel Interesse in Köln
Köln/Auf großes Interesse bei einem Forum in Köln stieß ein Vortrag von Ulrich Tilly vom Straßen- und Brückenbauamt der Stadt Paderborn. Er stellte im Rahmen dieses Treffens, bei dem es um das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) ging, den Ablauf bei der Bewertung und Erfassung der Verkehrsanlagen vor. Wie von Fachleuten bei dieser Tagung mehrfach bestätigt wurde, nimmt die Stadt Paderborn landesweit hierbei eine Vorreiterrolle ein. Die Bewertung und Erfassung der Verkehrsflächen ist im Rahmen der vorbereitenden Tätigkeiten bei der Umstellung auf das NKF notwendig. Bis zum Jahre 2008 soll das Rechnungswesen der Kommunen auf die in der Privatwirtschaft auch übliche doppelte Buchführung umgestellt werden. Ausgangspunkt dieser Umstellung ist eine Eröffnungsbilanz, in der auch das Vermögen der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze aufgeführt und bewertet werden muss. Mit dem Tiefbauinformationssystem „Tifosy“ der Ingenieurgesellschaft nts mbH aus Münster wurde Mitte des letzten Jahres eine Software zum Straßenmanagement angeschafft. Die Auswahl des Verfahrens fand zudem unter Berücksichtigung der NKF-Anforderungen statt. Zurzeit erfasst das Straßen- und Brückenbauamt die Straßen und Wege in der Südstadt und bewertet diese. Ulrich Tilly: “Für uns ist es sehr wichtig, dass wir kein reines NKF-Verfahren einsetzen, sondern eine Straßendatenbank, mit der auch weiterhin Nutzen aus den erfassten Daten gezogen werden kann“. So seien mit dieser Datenbank auch ein Projektmanagement mit digitaler Bauakte, ein Aufbruchkataster mit Online-Zugriff für Versorgungsunternehmen sowie eine Kopplung mit dem Straßenkontrollbuch möglich. Viel Lob erhielten die Paderborner für ihr Vorgehen von Edgar Quasdorf, Referatsleiter des Innenministeriums für kommunales Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen. Das Straßen- und Brückenbauamt geht davon aus, dass die Bewertung von Verkehrsflächen im Sommer 2006 abgeschlossen werden kann.