Paderborner Amphibienschutz zeigt Erfolg
Gut für Kröten
Da muss keine Kröte mehr krötig werden. In Paderborn haben die Frösche gut quaken. Der jetzt vorliegende Abschlussbericht für die diesjährige "Wandersaison" der Amphibien von der Biologischen Station Senne bescheinigt der Stadt Paderborn, dass die Schutzmaßnahmen des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen über die Jahre Wirkung zeigen und die Bestandsentwicklungen der zu erwartenden Arten einen positiven Trend haben. Bereits seit 1993 lässt die Stadt Paderborn an ausgewählten Stellen Amphibienschutzzäune entlang von Straßen aufstellen und sperrt in den Nachtstunden Straßenabschnitte, wenn in den ersten warmen und feuchten Nächten des Jahres Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gehen. Dabei geht es nicht allein darum, die in die Fangeimer gefallenen Tiere sicher über die Fahrbahn zu tragen oder gelangen zu lassen, sondern auch zu zählen, um über die Jahre auch einen Eindruck über die Entwicklung der Bestände zu bekommen. Toni Wiethaup vom städtischem Amt für Umweltschutz und Grünflächen: "Amphibien gehören zu den so genannten Indikator- oder Zeigerarten, aus deren Vorkommen auf den Zustand der Natur in einem Gebiet insgesamt Rückschlüsse gezogen werden können." So wurde bereits im Jahre 1992 eine Untersuchung des Vorkommens dieser Tierartengruppe, gemeinsam mit dem Libellenbestand, im nördlichen Stadtgebiet einschließlich des Sander Bruchs durchgeführt.