Studien bescheinigen dem Raum Paderborn gute Perspektiven

Fit für die Zukunft

Das jüngst erschienene Statistische Jahrbuch der Stadt Paderborn für 2003 macht es in der Bevölkerungsanalyse einmal mehr deutlich: Paderborn ist fit für die Zukunft. Als eine der ganz wenigen Großstädte in Deutschland wuchs Paderborn 2003 um 367 Personen. Das Erstaunliche: Der Großteil des Wachstums resultiert aus dem noch immer vorhandenen Geburtenüberschuss. Dass die Perspektiven für den Raum Paderborn gut sind, bescheinigen auch neueste Untersuchungen sowohl vom „Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung“ als auch von der prognos AG, Düsseldorf. Beide Institute haben alle 440 deutschen Kreise und kreisfreien Städte in Bezug auf die Stärke, die bisherige und die künftige Dynamik von Bevölkerungs- und wirtschaftlicher Entwicklung analysiert. Und beide Institute kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: Der Kreis Paderborn gehört aller Voraussicht nach auch in Zukunft zu den Wachstumsregionen in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit dem Kreis Gütersloh nimmt Paderborn in Ostwestfalen-Lippe sogar eine Spitzenstellung ein. Das Berlin-Institut hebt dabei besonders den hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen, die gute Schulbildung und das wahrscheinlich weitere Bevölkerungswachstum bis in das nächste Jahrzehnt hinein besonders positiv hervor. Aber auch die bisher günstige Entwicklung im Wohnungsbau sowie die finanzielle Gestaltungskraft der Kommunen (Verhältnis der Schulden zu den Steuereinnahmen) tragen zum positiven Abschneiden Paderborns bei. Deutschlandweit belegt der Raum Paderborn Rang 78 und gehört damit zum obersten Sechstel der Tabelle. In Nordrhein-Westfalen befindet sich die Großstadt mit den sie umgebenden Gemeinden unter den ersten vier zusammen mit Borken, Gütersloh und Coesfeld, welche ebenfalls durch ihre positive Bevölkerungsentwicklung sehr gute Zukunftsaussichten haben. So kommt das Berlin-Institut auch zu dem Schluss, dass Bevölkerungswachstum zu wirtschaftlicher Entwicklung führt. Dies hat Paderborn bereits seit den 70er Jahren bewiesen. Die prognos AG geht in ihren „Zukunftsatlas 2004“ noch stärker auf die Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung ein. Insbesondere Standorte mit hoher technologischer Leistungsfähigkeit haben hier die besten Perspektiven. Dem Standort Paderborn wird dabei eine vergleichsweise günstige Situation auf dem Arbeitsmarkt und, ähnlich wie vom Berlin-Institut, eine weitere positive Bevölkerungsentwicklung bescheinigt. So landet die Region Paderborn bundesweit auf Rang 68. In NRW gehört sie nach dieser Studie zu den besten acht zusammen mit den rheinischen Großstädten Düsseldorf, Aachen, Bonn, Köln und Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis sowie der Stadt Münster. Dafür ist Paderborn vor dem Kreis Gütersloh (Rang 94) in dieser Studie unangefochtener Spitzenreiter in OWL. Bürgermeister Heinz Paus: "Für Politik und Wirtschaft sind die Ergebnisse dieser Studien eine Bestätigung der bisher geleisteten Arbeit. Diesen Startvorteil gilt es für die Zukunft weiter zu nutzen." Paus, der beide Studien intensiv auswerten lässt, möchte nicht nur die vorhandenen Stärken weiter ausbauen, sondern insbesondere auch an den beschriebenen Schwächen arbeiten. Nach dem Berlin-Institut sind dabei vor allem die Themen Integration (von Zuwanderern), Betreuung von Kindern unter drei Jahren und der Fremdenverkehr stärker in den Blickpunkt zu rücken. Die prognos AG sieht vor allem in der sozialen Lage und teilweise in der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit größere Aktionsfelder. In einem Projekt zur Integration von Zuwanderern will die Stadt gemeinsam mit allen Beteiligten, Konzepte und Strategien zur Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungschancen erarbeiten und umsetzen. Auch der Förderung der Kinder unter drei Jahren widmet sich die Stadt bei der Planung und Entwicklung von Tagesbetreuungsangeboten im Besonderen. Daneben sollen familienfördernde Maßnahmen Eltern im Erziehungsprozess unterstützen. Das jetzt in Paderborn gestartete Bertelsmann- Projekt "Kind und Co" zielt in die gleiche Richtung. Kinder sollen so früh wie möglich qualifiziert gefördert werden, um fit für die Zukunft zu sein. Mit der für 2006 geplanten Canossa-Ausstellung kündigt sich gerade auch für den Tourismus ein weiterer Höhepunkt an.