Mit Kompass auf dem richtigen Weg
Zukunftswerkstatt des Bildungsprojektes brachte viele Ideen
"Mit Kompass sind wir auf dem richtigen Weg. Der Dialog mit allen an der Bildung Beteiligten muss noch lebendiger werden. Dazu wird die Stadt ihren Beitrag leisten." Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Heinz Paus die Zukunfswerkstatt im Rahmen des Bertelsmann-Projektes "Kompass" in der Elsener Gesamtschule. Wie lebendig dieser Dialog sein kann, das bewiesen 150 Pädagogen aus Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder, Eltern, Schüler und andere in der Bildung Tätige an diesem Abend in den insgesamt neun Arbeitsgruppen. Dort ging es um Ideen, wie mit dieser Bildungsoffensive der Stadt die Qualität an den städtischen Schulen und die Kooperation der Schulen mit außerschulischen Partnern, wie Jugendhilfe und Unternehmen, gefördert werden. Themen waren dabei unter anderem die Zusammenarbeit von Grundschulen und weiterführenden Schulen, Schulformwechsler, Schulabschlüsse von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, Schulkindbetreuung und die Zusammenarbeit zwischen Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen. Aber auch der Übergang von den weiterführenden Schulen in die Ausbildung, die Unterstützungsmöglichkeiten für Schule und Tageseinrichtungen für Kinder und die Bildungsinfrastruktur standen bei den Beratungen der Arbeitengruppen auf der Tagesordnung. Dass die Bildungslandschaft in Paderborn im Vergleich zu anderen Städten gut bestellt ist, wurde an diesem Abend ganz deutlich. Sigrid Meinhold-Henschel von der Bertelsmann-Stiftung bescheinigte der Stadt mit dem Engagement im Projekt "Kompass" (Kommunales Projekt zum Aufbau einer strategischen Steuerung) ein neues, zukunftsweisendes Verständnis als Schulträger. Mit dem Paderborner Bildungsreport, der Diskussion um Inhalte und Ziele von Bildung sowie mit kommunalen Bildungsallianzen könne eine zukunftsgerechte Bildungsstruktur erreicht werden. Anja Beisenkamp von der Firma PROSOZ aus Herten konnte in der von ihr durchgeführten repräsentativen Zufriedenheitsbefragung größtenteils vordere Plätze für Paderborn im Städtevergleich feststellen. Befragt worden waren mehr als 2000 Pädagogen und Eltern aus Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder sowie Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Deutlich wurden hier jedoch auch Probleme, die ein verstärktes Engagement der Beteiligten erfordern. So beispielsweise in der Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen, der Zusammenarbeit zwischen den Schulen verschiedener Schulformen, der Raumsituation und den Außenanlagen der Schulen sowie des gesellschaftlichen Engagements der Schüler. Schuldezernent Wolfgang Walter, der das Fazit an diesem Abend zog, betonte, dass diese Zukunftswerkstatt sehr offen und engagiert bestehende Probleme benannt und Lösungen aufgezeigt hat. Die Ideen werde man in der bestehenden Projektgruppe auswerten, um dann den begonnenen Dialog in weiteren 'Werkstattgesprächen' zielorientiert fortzusetzen. Walter dankte allen, die mit ihren Gedanken diese Werkstatt bereichert haben. Das sei keinesfalls selbstverständlich, mache jedoch deutlich, wie wichtig allen Teilnehmern das Thema Bildung in der Stadt ist.