Friedlicher Weihnachtsbummel dank B.O.S.S.
Erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt und Polizei
Durch die Geschäfte bummeln, ohne Angst vor Taschendieben zu haben, auf dem Weihnachtsmarkt in Ruhe einen Glühwein trinken und sich über die vorweihnachtliche Atmosphäre freuen. Das wünschen sich viele Menschen, die in diesen Tagen in die Innenstadt von Paderborn strömen. Dass die Menschen ihren Besuch im Herzen/Zentrum der Domstadt genießen können und in guter Erinnerung behalten, dafür sorgen auch die Mitarbeiter der B.O.S.S.-Wache, dem Büro für Ordnung, Schutz und Sicherheit der Stadt Paderborn. Die Doppelstreifen von Ordnungsamt und Polizei sind bis in die Abendstunden unterwegs und zeigen Präsenz in der ganzen Innenstadt. Udo Olschewski, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung der Stadt Paderborn: „Unser Einsatzbereich endet dabei nicht an der Ladentür, auch in den Geschäften sind wir aktiv und haben mit Unterstützung der Ladendetektive schon so manchen Ladendieb festgenommen." Trotz dieser Erfolge sollte ein Diebstahl nicht direkt bei der Anlaufstelle der B.O.S.S.-Wache in der Marienstraße gemeldet werden. Roland Spenner,Leiter der Hauptwache bei der Polizei Paderborn und polizeilicher Koordinator für die B.O.S.S.-Dienststelle: „Wer einen Dieb entdeckt, sollte sofort die Polizei unter der Nummer 110 benachrichtigen.“ Für die Polizei ist die Vorweihnachtszeit eine besonders heiße Phase. Wenn der B.O.S.S.-Dienst beendet ist, sind Polizeistreifen in der Stadt unterwegs. Dauerstress für die Beamten: Viele Autos auf den Straßen, nervöse, gereizte Fahrer. Die Folge können viele Verkehrsunfälle und damit verbundene Staus sein. Größere Parkprobleme gibt es in der Innenstadt dank des Parkleitsystems nicht. Dafür bereiten verkehrswidriges Parken an Hauptverkehrsstraßen und in Außenbereichen große Probleme. Trotz Halteverbots werden Hauptverkehrsstraßen rücksichtslos zugeparkt. Das B.O.S.S.-Team, bestehend aus vier Polizeibeamten, vier Mitarbeitern des Ordnungsamtes, zwei Kräften im B.O.S.S.-Mobil und einem Mitarbeiter im Innendienst, sorgt aber nicht nur für Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt. Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski: „Auf Problembereichen wie am Marienplatz und im Busbahnhof herrscht auch in diesen Tagen nicht immer vorweihnachtlicher Frieden. Neben den zusätzlichen Dienststunden auf dem Weihnachtsmarkt müssen auch die routinemäßigen Aufgaben abgearbeitet werden.“ Dennoch sorgt die ständige Präsenz in der Innenstadt nicht nur für ein subjektives Sicherheitsgefühl bei den Bürgerinnen und Bürgern. Dass die Innenstadt durch B.O.S.S. ruhiger und sicherer geworden ist, lässt sich objektiv an Zahlen belegen. Erster Hauptkommissar Roland Spenner: „Bei mehr als 2.500 Personalienüberprüfungen in diesem Jahr haben wir nicht nur Verwarnungsgelder verhängt und Platzverweise ausgesprochen, sondern auch schon fast 100 Personen festgenommen, die mit Haftbefehlen gesucht wurden.“ Im April 1998 hatte Paderborn als erste Stadt in Ostwestfalen-Lippe mit B.O.S.S. eine gemeinsame Anlaufstelle von Ordnungsamt und Polizei ins Leben gerufen. Inzwischen ist die Einrichtung aus dem Stadtbild Paderborns nicht mehr wegzudenken und für die Ordnung und Sicherheit unentbehrlich. Darüber hinaus ist die B.O.S.S.-Anlaufstelle in der Marienstraße auch zu einer wirklichen Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger geworden. B.O.S.S.-Mitarbeiter Andreas Schaaf-Fiege: „Wir sind Helfer in allen Lebenslagen. Bei uns bekommt die ältere Dame mit Kreislaufproblemen eine Tasse Kaffee, und auch eine verzweifelte Mutter, die vergessen hat, Windeln für ihr Baby zu kaufen, haben wir schon mal sonntags mit „Pampers“ versorgt.“